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Der Höhepunkt der Sonderschau war Chicorée


Der Höhepunkt
der Sonderschau war Chicorée

Dem Anbau von Chicorée wurde an der WIGA Sonderschau viel Beachtung
geschenkt. Sehr heikel in der Anpflanzung und Pflege setzte sich Chicorée
in der Schweiz mehr und mehr durch.

Besonders das Rheintal hat sich zu einem bedeutendem Anbaugebiet entwickelt, sagte Andreas Müller, Mitglied des Organisationskomitées der Sonderschau «Gemüsebau im Werdenberg». Chicorée, auch Salatzichorie, gehört zur Familie der Korbblütengewächse (Asteraceae). Chicorée bildet eine Rübe (15 cm lang, 3 bis 5 cm dick) und hat eine am Boden anliegende Blattrosette. Chicorée wird zu Recht als junges Gemüse bezeichnet, denn er gehört zu einer der wenigen Gemüsearten, deren Ursprung nicht bis in die Antike zurückreicht. Überlieferungen zufolge verdankt das Gemüse seine Entdeckung einem glücklichen Zufall. Um 1850 sollen belgische Bauern Zichorienwurzeln in die Erde eingepflanzt haben. Im Winter haben die Wurzeln dann zarte Sprossen ausgetrieben, die durch den Lichtmangel bleich blieben. Die Geburtsstunde des Chicorées.
Die Zichorie wird zunächst im Freiland angebaut und kultiviert, bis sie ausreichend Blatt- und Wurzelmasse entwickelt hat. Nach dem Abschneiden der Blätter, die als Tierfutter gute Verwendung finden, werden die Wurzeln gerodet und in klimatisierte Treibräume gebracht. Geschützt vor Lichteinfall wachsen dort die schmackhaften, gehaltvollen Chicorée-Sprossen heran und werden sorgfältig einzeln geerntet. Als Salat, gedünstet oder überbacken, der feinherbe Geschmack ist angenehm, einzigartig und nicht nur bei Kennern sehr beliebt.

fotos + text: © exclusiv
WIGA 2007