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Das Toggenburg feiert Simon Ammann

 

Zweifacher Doppel-Olympiasieger

Das Toggenburg feiert Simon Ammann

Bild links: Doppel-Olympiasieger 2002 Salt-Lake-City
Bild mitte: Doppel-Olympiasieger 2010 Vancouver
Bild rechts: Weltmeister und Vizeweltmeister 2007 Sapporo

Mit vier Goldmedaillen ist Simon Ammann der erfolgreichste Schweizer Winterolympionike und der erfolgreichste Skispringer bei Olympischen Einzelwettbewerben.

Das Toggenburg  bereitete dem zwei- fachen Doppelolympiasieger ein grosses Empfangsfest zu seinen Ehren vor. Auf die Frage eines Journalisten, wie er sich den Festabend vorstelle, erwiderte Simon Ammann: «Ein Empfang hier in Unterwasser ist einfach super genial! (Lacht), ich habe mich ein wenig darauf vorbereitet, wir haben in Whistler geübt zu feiern! Ich weiss noch nicht genau was heute Abend auf mich zukommt, aber für mich ist das teilen der Freude und der Emotionen das schönste was es gibt.» Seine Familie, tausende «Simi- Fans» und verschiedene Grössen aus Politik, Sport und Wirtschaft hatten den beliebten Skispringer Simon Ammann im Toggenburg empfangen. Mit einem Umzug durchs Dorf Unterwasser und  einem Festakt in der Tennishalle wurden «Simis» Olympia Goldmedaillen Nummer drei und Nummer vier gefeiert. Die Verbundenheit mit seiner Heimat konnte man spüren. Er nimmt sich als Skispringer, der viel unterwegs ist wahr, fühlt sich aber in der bodenständigen Umgebung des Toggenburges zuhause. «Eine Region, die sich nicht so rasant verändert, hier schöpfe ich Ruhe und Erholung, hier ist mein Anker, hier fühle ich mich wohl», meinte Simon Ammann.

Sein Dank ging an Birger Stump, Hotel Alpenrose, welcher ihm den Heimflug im Helikopter ermöglicht hatte. «Als sich der Nebel über der Bergkette lichtete, wusste ich, ich bin zu hause. Es war wunderschön heimzukommen... Wir sind mit dem Helikopter das Toggenburg hoch geflogen..., das Dorf zu sehen, die vielen Plakate und Skulpturen, die zu meinem Empfang aufgestellt wurden, einfach genial!»

Am Dorfplatz in Unterwasser hatten sich die «Grössten» - kleinen Fans aufgestellt. Als «ihr Simi» im schwarzen Audi auf dem Dorfplatz vorfuhr, tosste die Stimmung: «Flieg Simi flieg», riefen die kleinen Fans in die Menge, alle ausgestattet mit der Simi Brille und Fan-T-Shirt. Die Skijugend stand Spalier und auf die Fragen der Medien meinte der eine oder andere, dass er doch auch schon ganz schön weit Ski springen könne, «nicht ganz so weit wie Simi, aber wir üben noch..» lachte der kleinste der Anhängergemein- de. Unter Begleitung der einheimischen Schwingerkönige Jörg Abderhalden und Nöldi Forrer, Jubelrufen, Schellengetöse der Ischellner Churfirsten  und Alphornklängen wurde der Doppel-Olympiasieger zusammen mit seinen Eltern, seiner Schwester und Trainer Martin Künzle in einem Zweispänner durchs Dorf kutschiert. Bevölkerung, Vereine, Fans und Gäste begleiteten ihren «goldenen Überflieger». Das Tal war für die Siegesfeier kurzerhand in «Similand» umgetauft worden. Die meisten Fans trugen trotz Dunkelheit Sonnenbrillen.

Seit Simon Ammann seine zweite Goldmedaille in Kanada mit einer weissen Sonnenbrille auf der Nase in Empfang genommen hat, ist die Brille Kult. Das   Organisationskomitee hatte deshalb 2000 weisse Brillen für die Empfangsfeier bestellt -  die in kürzester Zeit ausverkauft waren. Auf die Frage nach der weissen Brille antwortete Simon Ammann beim Medienempfang: «Die weisse Brille wurde zum Kultobjekt. Ich bin stolz, dass wir es geschafft haben, ein Accessoire von mir zum Fanobjekt werden zu lassen. Die Brille war immer ein Markenzeichen von mir, zuerst die Sehbrille und nun ist es die Sonnenbrille. Ich finde es phantastisch, wieviel Geld für die Sonnenbrille auf eBay zugunsten der Sporthilfe ersteigert wurde.» In einer Doppelsänfte wurden Simon Ammann und sein Trainer Martin Künzle in die Tennishalle von Unterwasser getragen und mit tosendem Applaus empfangen. Roger Fehr von Swiss Ski, der St. Galler Regierungsrat Josef Keller, SVP-Präsident Toni Brunner, der Gemeindepräsident von Wildhaus - Alt St. Johann Rolf  Züllig, Toggenburg Tourismus, die Gemeinden Feusisberg und Engelberg und viele andere überbrachten Gratulationen und Geschenke.         

 

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