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Aus der Regierung
Fürstentum Liechtenstein

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Aus der Regierung
Fürstentum Liechtenstein

Botschaft zum Jahreswechsel
Regierungschef Dr. Klaus Tschütscher

In unserer herausfordernden, leistungsbetonten und schnelllebigen Zeit sind es altbewährte Tugenden und Werte, welche die wirkliche Qualität unseres Zusammenlebens ausmachen. Es sind unsere Familien, die einen wichtigen Beitrag für das gesellschaftliche Miteinander leisten, und die vielen Freiwilligen, die auf den verschiedensten Ebenen verbindend wirken. Dieses grosse ehrenamtliche Engagement macht das Besondere, das Zwischenmenschliche in unserem Land aus. Es ist ein wichtiger Zukunftsbaustein für ein lebenswertes, menschliches Liechtenstein. Dieses Liechtenstein, das aufeinander zugeht, das sich tolerant und solidarisch verhält, lebt von Menschen, die mehr tun, als sie tun müssten. Sorgen wir gemeinsam dafür, dass die Zahl dieser Menschen immer grösser wird. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen ein gutes neues Jahr.

Regierungschef Stv. Dr. Martin Meyer
Liebe Liechtensteinerinnen und Liechtensteiner, das hinter uns liegende Jahr war von Turbulenzen, Unsicherheiten und negativen Entwicklungen geprägt. Die Weltwirtschaft kriselt, der Euro Schwank, Staaten kämpfen darum, ihren Staatshaushalt in Ordnung zu bringen und auch Liechtenstein kann sich dieser internationalen Entwicklung nicht völlig entziehen. Auch wenn die Adventszeit diese Sorgen nicht beseitigt, ermöglicht sie in Vorbereitung auf das neue Jahr, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Wie stärken wir den gesellschaftlichen Zusammenhalt? Wie schaffen wir es, dass auch in schwierigen Zeiten keiner zurückgelassen wird und wie erarbeiten wir uns und unseren Kindern ein Liechtenstein, welches ebenso lebenswert ist wie wir es vorgefunden haben? In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein gutes neues Jahr!  

Regierungsrat Hugo Quaderer
Ich wünsche allen Einwohnerinnen und Einwohnern, dass sie 2012 mit einem fröhlichen und zuversichtlichen Lächeln beginnen können - sei es im Kreis der Familie oder unter Freunden. Ein neues Jahr bringt immer Herausforderungen aber auch neue Chancen. Ich wünsche mir für unser Land und unsere Bevölkerung, dass wir mit einem positiven Start ins 2012 vor allem die Chancen vor Augen haben, die sich unserer kleinen Gemeinschaft bieten und nicht immer nur bei den Schwierigkeiten verharren. Liechtenstein ist ein souveräner Staat, der innenpolitisch gut aufgestellt und international immer besser integriert ist. Nutzen wir die Möglichkeiten, die sich im neuen Jahr bieten, damit wir Ende 2012 mit einem zufriedenen Lächeln zurückblicken können. 

Regierungsrätin Dr. Renate Müssner
Liebe Liechtensteinerinnen, liebe Liechtensteiner, zum Ausklang des wiederum sehr ereignisreichen Jahres 2011 wünsche ich Ihnen eine besinnliche Adventszeit, frohe Weihnachten im Kreis Ihrer Lieben und ein gesegnetes und glückliches neues Jahr 2012. Mit einigem Erfolg behauptet sich unser Land in einem Umfeld und in einer Zeit, die vor allem dadurch gekennzeichnet ist, dass nichts von Bestand ist. Vieles ist in Frage gestellt, viel Neues kommt in immer kürzeren Abständen auf uns zu. Wenn es uns, den Menschen in Liechtenstein, weiterhin gelingt, gemeinsame Ziele zu verfolgen, können wir unser Land auch künftig als lebenswerte Heimat gestalten. Das wünsche ich mir im neuen Jahr - für Sie und für mich.  

Regierungsrätin Dr. Aurelia Frick
Die Welt war 2011 wieder voller Spannung. Die Wut der Leute auf die Regime in Nordafrika und im Nahen Osten entlud sich auf der Strasse. Wir können nur hoffen, dass der «Arabische Frühling» zu demokratisch gefestigten Strukturen führen wird. «Mein Land» Liechtenstein setzt sich für die Achtung der Menschenrechte und für die Demokratisierung ein. Unser Beitrag für den Internationalen Strafgerichtshof (ICC) hat der Welt gezeigt, dass ein Kleinstaat wie Liechtenstein weltweit etwas bewegen kann. Als Kulturministerin liegt mir die Weiterentwicklung von «Mein Land», also die  ganz persönliche Auseinandersetzung der Menschen mit unserer Heimat am Herzen, denn unseren Lebensraum können wir nur gemeinsam gestalten. Ich freue mich diesbezüglich auf viele gute Gespräche im neuen Jahr.

 

Europäisches Jahr für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen

Regierungsrätin Dr. Renate Müssner

Während sich 2011 als das «Europäische Jahr der Freiwilligentätigkeit» seinem Ende zuneigt, steht bereits das nächste sozio-kulturelle Themenjahr an. Die Europäische Union hat 2012 zum «Jahr für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen» erklärt und eröffnet damit die Gelegenheit, den Blick ganz gezielt auf den Umgang mit der alternden Gesellschaft zu richten.

Mit zunehmendem Alter sollten die Menschen mehr und nicht weniger vom Leben zu haben - darum geht es beim Europäischen Jahr zum aktiven Altern ebenso wie um die Solidarität zwischen dem jüngeren und dem älteren Teil der Bevölkerung. Demographisch gesichert ist, dass in Europa die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter künftig abnehmen wird, während die Zahl der über 60-Jährigen anwächst. Der stärkste Umschwung wird zwischen 2015 und 2035 erwartet, wenn die sogenannten «Babyboomer», die geburtenstarken Jahrgänge, in den Ruhestand eintreten werden.

Es ist daher sehr sinnvoll, sich mit den Fragestellungen und Themen auseinanderzusetzen, welche die Möglichkeiten für aktives Altern und insbesondere für ein unabhängiges Leben im Alter zum Gegenstand haben. Dabei müssen so unterschiedliche Bereiche wie Beschäftigung, Gesundheitsversorgung, Sozialdienste, Erwachsenenbildung, Freiwilligentätigkeit, Wohnungswesen, IT-Dienstleistungen und Verkehr einbezogen werden. Das Europäische Jahr soll Politiker und Interessenträger dazu zu ermutigen, sich Ziele zu setzen und auf deren Realisierung hinzuwirken. Es soll nicht nur Diskussionen anstossen, sondern greifbare Ergebnisse erbringen.

Liechtensteins Regierung hat beschlossen, sich an diesem Themenjahr ebenfalls zu beteiligen und Projekte im Bereich aktives Altern aufzugleisen. Auch der Aspekt der Solidarität zwischen den Generationen soll nicht vergessen werden, denn gerade in Gesellschaften mit immer mehr älteren Menschen ist aktives Altern der Schlüssel zur Wahrung dieser Solidarität.

Zur Umsetzung von Massnahmen und Projekten geht die Regierung des Fürstentums Liechtenstein das kommende Europäische Jahr damit an, dass sie eine Arbeitsgruppe unter dem Vorsitz des Liechtensteiner Seniorenbundes bzw. des Leiters der IBA eingesetzt hat. Ergänzt wird der organisatorische Bereich zudem durch eine Zusammenarbeit mit dem Verein «AHA Tipps & Infos für junge Leute», welche insbesondere zum Ziel hat, das Miteinander der Generationen zu fördern.

Eine landesweite Initiative, die bereits im Jahr 2011 zum Thema der Freiwilligentätigkeit ergriffen wurde, lässt sich sehr gut auf das kommende Europäische Jahr übertragen. Mit der Plattform freiwillig.li und dem dort zu findenden Angebot sind nämlich ganz speziell auch ältere Menschen angesprochen. Aktive ältere Menschen haben die Möglichkeit, sich zu engagieren; jüngere Menschen können mit hilfsbedürftigen älteren Menschen in Kontakt kommen und so den Kitt zwischen den Generationen stärken. Potential für Engagement und Zusammenarbeit ist in Liechtenstein mehr als ausreichend vorhanden. Gemäss einer Studie zum so genannten Sozialkapital sind 36% der Liechtensteiner freiwillig tätig und stellen somit ihre Arbeitsleistung und ihr Wissen der Gemeinschaft kostenlos zur Verfügung stellen. Das sind Menschen, die sich nicht nur für sich selbst, sondern auch gegenüber der Gesellschaft verantwortlich fühlen. Ihr Potenzial kann und soll nicht zuletzt im Sinne des Europäischen Jahres 2012 weiterhin abgerufen werden.