suchen





Liechtensteinisches Landesmuseum

Zwischen hier und dort - Bilder aus der Haft

(v.l.) Bruno Lavolé, Président Art et Prison France, Paris; Dr. Annette Oberdieck, Stellv. Vorsitzende Art and Prison e.V., Berlin; Dr. Peter Lodermeyer, Kunsthistoriker und Kunstkritiker, Bonn; Dr. Renate Wohlwend, Präsidentin des Stiftungsrates des Liechtensteinischen Landesmuseums; Prof. Dr. Andrea De Santis, Hochschule Sant'Anselmo, Rom; Prof. Dr. Rainer Vollkommer, Direktor des Liechtensteinischen Landesmuseums; I.K.H. Erbprinzessin Sophie von und zu Liechtenstein (Schirmherrin der Sonderausstellung); Cornelia Schmidt-Harmel, Kuratorin der Ausstellung, Berlin; Diakon Peter Echtermeyer, Vorsitzender Art and Prison e.V., Berlin; Marcel Ruf, Direktor der Justizvollzugsanstalt Lenzburg

Das Liechtensteinische Landesmuseum zeigt als erste Station die internationale Ausstellung «Zwischen hier und dort- Bilder aus der Haft» des gemeinnützigen Vereins Art and Prison e.V.

Die von einer namhaften Jury prämierte Auswahl von etwa 100 Gemälden, Zeichnungen und Plastiken kommt aus über 23 Ländern und ist Teil einer Sammlung der Einsendungen aus dem 2017 weltweit ausgeschriebenen Wettbewerb des Vereins. Fast 400 Inhaftierte aus aller Welt haben sich daran beteiligt. Das «Gefängnis» interessiert dabei nicht in erster Linie als künstlerisches Motiv, sondern als Ort, an dem Kunst entsteht und an dem Menschen unter ganz verschiedenen, oft menschenunwürdigen Bedingungen leben. Die Arbeiten der inhaftierten Frauen, Männer und Jugendlichen spiegeln das ganze Spektrum von Erfahrungen «Zwischen hier und dort» wider (Licht und Dunkel, Hass und Liebe, Schuld und Vergebung, Vergangenheit und Zukunft, Alleinsein und Gemein- samkeit...). Die Auseinandersetzung mit diesen Werken und ihre Förderung in den Haftanstalten kann in einer Zeit, in der immer mehr Mauern und Zäune hochgezogen werden, Wege aufzeigen, um der zur realen Bedrohung gewordenen Radikalisierung in den Gefängnissen entgegenzuwirken.

Die Sonderausstellung «Zwischen hier und dort - Bilder aus der Haft» ist bis 10. Juni 2018 im Liechtensteinischen Landesmuseum zu sehen.
Der zur Ausstellung erschienene Katalog ist im Museums- shop erhältlich.

fotos + text: © exclusiv


Hommage an die Blumen

Die Ausstellung im Landesmuseum Liechtenstein
«Hommage an die Blumen - Werke von Alex Doll»
dauert bis Ostermontag,
den 2. April 2018

Die Werke sind von Farben und Gefühlen erfüllt. Jedes Bild wird zu einer Blumenwiese, die die friedvolle Stimmung erhöht und zu Träumereien einlädt. Auch hier wie bei seinen anderen Zyklen schöpft der Künstler Alex Doll aus dem Vollen. Die Spannweite seines künstlerischen Schaffens ist sehr gross. Sie reicht vom realistischen über impressionistische bis zu romantischen und expressionistischen Malereien.

Martine Micallef und Alex Doll: die wohl unerwartetste Geschichte zweier Künstler
Martine Micallef und ihr Gemahl Geoffrey Nejman haben mit viel Liebe, Leidenschaft und aussergewöhnlicher Phantasie wertvolle kleine (Parfüm-) Kunstwerke entwickelt und unter dem Label M.Micallef einzigartige, extravagante Düfte geschaffen. Als sich Alex Doll und das Ehepaar Micallef erstmals trafen, wurde in wenigen Sekunden Geschichte geschrieben. Sie vereinten und zelebrierten eine Kombination von Kunst und Parfüm, die sich durch Leidenschaft und Talent auszeichnet. Man könnte diese Partnerschaft «Duftende Kunst» nennen.                                     

Die Bilderreihe «Hommage an die Blumen» präsentiert Blumen in all ihren Erscheinungsformen, die Werke sind von Farbe und Gefühlen erfüllt.

Theaterabend
im Landesmuseum

«Der Brennnessel ganz nah ist oft die Rose»
Ein erotischer Ratgeber aus der Antike mit Gedichten aus der
Ars amatoria (Liebeskunst) und den Metamorphosen von Ovid

Nach dem letztjährigen Erfolg mit dem Theaterstück «Macht und Kränkung -  Szenen aus «Hekabe» von Euripides» konnte Georg Rootering auch für das aktuelle Projekt wiederum die beiden bekannten Schauspieler Cordula Trantow und Siemen Rühaak gewinnen. Das Werk «Der Brennnessel ganz nah ist oft die Rose» präsentierte dem Publikum ein humorvolles Schauspiel auf der Grundlage von Ovids Büchern über die Liebeskunst und aus dem Kapitel zu Narziss aus den «Metamorphosen». Um den Witz und möglichst viel Geist seines Verfassers erkennen zu lassen, wurde der Abend in einer prosaischen Übersetzung gestaltet. In seinem berühmten Lehrgedicht gibt Ovid (43 v. Chr. bis 17 n. Chr.) Männern und Frauen Ratschläge in Liebesdingen. Wo findet man den geeigneten Partner? Wie wirbt man erfolgreich? Ovids Anweisungen sind bisweilen frivol und wurden in früheren Zeiten oft als anstössig betrachtet. Heute sieht man, dass Erotik bei Ovid Gegenstand eines kunstvollen und anspielungsreichen literarischen Spiels ist, das der Unterhaltung seiner Zeitgenossen dienen sollte. Die Einführung in das Stück erfolgte durch den renommierten Ovid-Spezialisten Prof. Dr. Niklas Holzberg. Musikalisch wurde der Abend von Sam Chapman (Laute) mit Musik von Monteverdi, Purcell, Kapsberger u. a. untermalt.

fotos + text: © exclusiv