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«Die Welt des Han Meilin»

Sonderausstellung «Die Welt des Han Meilin» bis 3. Juni 2018

Han Meilin ist wohl der derzeit bekannteste lebende Künstler in China. Er wurde 1936 in der Stadt Jinan (Provinz Shandong) geboren.  Berühmt wurde der Künstler u. a. für seine  monumentalen Skulpturen (wie zum Bei- spiel der «Fünf-Drachen-Uhrturm», 10 m hoch, den er für die 26. Olympischen Spiele in Atlanta 1996 schuf), für seine Malereien, die in den wichtigsten Museen Chinas gezeigt werden, für die von ihm geschaffenen Maskottchen der Olympischen Sommerspiele 2008 in Peking und für seine Logos, die er für viele angesehene Unternehmen Chinas entwickelt hat, darunter das «Phoenix Logo» der Fluggesellschaft Air China.
Seine Keramiken zählen in Form, Farbgebung und Technik zu den schönsten und kostbarsten zeitgenössischen Gefässen. Besonders beeindruckend sind auch seine aus Holz geschnitzten Stühle, von denen jeder anders gestaltet und ein Unikat ist.

Han Meilin ist Professor an der Tsinghua-Universität in Peking und Vize-Vorsitzender des Akademischen Komitees dieser führenden Universität Chinas. Weiterhin ist er einer der wenigen von der UNESCO ernannten bildenden «Künstler für den Frieden der UNESCO» und Träger der Pierre- de-Coubertin-Medaille des Internationalen Olympischen Komitees. Drei sehr grosse Museen sind nur Han Meilin gewidmet. Sie stehen in Peking, Hangzhou und beim Helan-Berg in der Nähe von Yinchuan.
Han Meilin zeichnet den Geist chinesischer Volkskunst und Kultur, die weit früher als die Han-Dynastie (202 v. Chr. - 220 n. Chr.) zurückreicht, und verbindet diese ursprüng- lichen Elemente in seinen Werken mit modernen Kunstformen.
Die Sonderausstellung «Die Welt des Han Meilin» ist seinen Malereien gewidmet, die Menschen, Tiere und Fabelwesen meist in Bewegung festhalten. Des Weiteren illustrieren Malereien die zwölf chinesischen Tierkreiszeichen. Während dem Künstler Han Meilin sehr viele Ausstellungen in Asien und Nordamerika gewidmet waren, gab es bisher nur eine Expositionstour mit seinen Werken in Venedig und Paris.
Die Ausstellung im Liechtensteinischen Landesmuseum ist somit erst das dritte Mal überhaupt, dass Malereien von Han Meilin öffentlich in Europa zu sehen sind.    

Die Ausstellung im Landesmuseum dauert bis 3. Juni 2018

Der Künstler Han Meilin mit dem von ihm geschaffenen Maskottchen für die Olympischen Sommerspiele 2008 in Peking © Han Meilin

Prof. Dr. Rainer Vollkommer, Direktor des Liechtensteinischen  Landesmuseums und Hermine Haug, Präsidentin des  Vereins Freunde des Liechtensteinischen Landesmuseums

fotos + text: © exclusiv