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Bewährte Strukturen
im neuen Haus

Für das Wohnheim Neufeld wurden schon während der Gründungszeit und den ersten Betriebsjahren weitsichtige Strukturen festgelegt. Was damals eher als «unmündig» beurteilt wurde, zählt heute zu den menschenrechtskonformen Angeboten.

Menschen mit einer Behinderung können ihre Wohnsituation selber mitbestimmen und tragen somit auch eine Mitverantwortung in ihrem Umfeld. Einige BewohnerInnen leben schon über 20 Jahre im Wohnheim Neufeld und sind in der Institution zuhause.
Mit dem Älterwerden der BewohnerInnen ändern sich auch die Interessen und Bedürfnisse. An Stelle von Velo fahren und anderen Aktivitäten werden viel mehr gemütliche Tischrunden bevorzugt. Sitzgruppen und bequeme Plauderecken werden vermehrt benutzt, der gemeinsame Austausch gewinnt an Bedeutung. Das Wohlbefinden der BewohnerInnen spiegelt sich sehr schnell in der Geselligkeit und der Kommunikation wieder. Während dieser Zeit werden die Begegnungsstätten mit behaglicher Atmosphäre rege genutzt. Depressive Momente führen zum Rückzug in die eigenen vier Wände. Für beide Situationen muss das Tagesumfeld eingerichtet sein und das Wohlbefinden ermöglicht bleiben.  

Die familiäre Struktur, das dezentrale Wohnen und eine möglichst weitgesteckte Selbstbestimmung soll auch in Zukunft ein Wahrzeichen des Wohnheims Neufeld bleiben. Auch wenn im neuen Haus Menschen mit einem erhöhten Pflegeaufwand einziehen, soll dennoch jedes Zimmer ein privater Ort der Geborgenheit, der Gewohnheit und Eigenheit seines Bewohners bleiben. Die Wohngruppe, welche in den Neubau einzieht, ist durch gesundheitliche Einschränkungen geprägt. Die Leitung des Wohnheims Neufeld ist stets bestrebt, der Bewohnerschaft möglichst lange ein Zuhause zu bieten. Dies fordert die Institution und das Personal aber auch, neue Herausforderung anzugehen und neue Umstände anzupacken. Alle im Wohnheim sind  gespannt, wie sich das neue Haus füllt, wer das neue Angebot wahrnehmen kann oder aus gesundheitlichen Gründen wahrnehmen muss.

Der Neubau
Zu den bewährten Strukturen im Wohnheim zählt eine konstante Tagesbeschäftigung. Im Erdgeschoss werden an hellen Arbeitsplätzen mit Tageslicht Kundenarbeiten erledigt und Produkte für den Verkauf hergestellt. In dieser Holzwerkstatt mit praktischer Infrastruktur lassen sich für Menschen mit einer Behinderung sehr unterschiedliche Aufgaben finden. Nötige Maschinen wurden vorwiegend im angrenzenden Lager- und Maschinenraum installiert und so kann der Arbeitsraum ohne grössere Lärmbelastung von