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Lichtprojektion an die historische Mauer
des Turm's vom Schloss Sargans.




Früh fanden sich die ersten Besuchenden im Innenhof des Schlosses ein und genossen den schönen Herbsttag. Im neu gestalteten Schlosshof war unter dem Pavillon ein Infostand eingerichtet. Dies um sich im Voraus zu den KünstlerInnen und ihren Werken  «Intercultural Dialog Video Art» zu erkundigen.
 
Einige Kunstschaffende der Internationalen Vertretung wie Maria Pomianski, Vadim Levin, Marius Peyer, Marco Romanista und Vlado Franjević waren anwesend und standen mit den Besuchenden im Dialog.
 
Die Kuratorin Barbara Streiff begrüsste die Anwesenden und informierte zum Inhalt des Projektes sowie dessen Entstehung. Es sei bereits zur Tradition geworden, denn seit 2010 würde sie ihre Video Art, während den Austellungen im Schloss Sargans, an die historische Mauer projizieren. Dies um die Geschichte mit dem Hier & Jetzt zu vereinen. Auf all ihren Kunstreisen mit Ausstellungen rund um die Welt, arbeite sie jeweils mit den Kunstschaffenden am Ort zusammen. Ihr Konzept Kunstwerk zu den völkerverbindenden Symbolen würde sich im Prozess des interkulturellen Dialogs stetig verändern. Sie stehe mit den Künstlerinnen im Austausch und es hätten bereits viele gemeinsame Ausstellungen und Events stattgefunden. Sei dies in NYC, Beijing, Berlin, Kaliningrad, Zürich, Brasilien, St. Petersburg,  Costa Rica oder im Schloss Sargans. Das Verbindende sei der Dialog in der Vielfalt von Kulturen, Ausdruck und Gestaltungsarten. Der Event strebe an die Offenheit gegenüber der interkulturellen Vielfalt zu fördern.

Zunehmend verbesserten sich die Lichtverhältnisse für die Projektion der Video Art an den Turm. Der Gastkünstler Vlado Franjević aus Liechtenstein zeigte mit einem Vortrag und Video Art sein Internationales Konzept Kunstwerk «Spiral Channel» auf.

Anschliessend stellte Barbara Streiff die beteiligten KünstlerInnen vor, die am Projekt beteiligten waren: Sheng Sheng Guan, Peking/ Paris - Nasrin Abu Baker, Palästina Jerusalem - Ricardo Streiff, Buones Aires - Aleksey Schvarkoff, St. Petersburg, Russland - Irena Kulka,  Zürich - Aurelio Álvares, Costa Rica - Vlado Franjević, Liechtenstein - Ekaterina Sisfontes, Stockholm - Song Gui Yu, Peking - Arthur Clay, NYC - Lucia Gomes, Belem Brasilien - Marki Romanista, Zürich - Lilya Dear, Paris - Evghenia Lapteva, Kaliningrad.

Die Projektion Video Art an den Turm verwandelte den Innenhof des Schlosses Sargans in ein farbiges Lichtspiel. Die Geschichte des Ortes gab der modernen Kunst einen wertschätzenden Rahmen. «Gong and Satelites» läuteten den interkulturellen Dialog ein. Dem Video zum  ETH Projekt «Echoing Shanghai - Basel», von Arthur Clay folgte ein virtuoser Kunstfilm von Sheng Sheng Guan, in dem sich die traditionelle Kultur Chinas mit der Moderne die Hand reichte. Der folgende Video von der Palästinenserin, Nasrin Abu Baker berührte mit den symbo-listischen Bildgestaltungen zum alltäglichen Leben in Jerusalem. Sie zeigte in der Wiedergabe von persönlicher Wahrnehmung eine neue Perspektive auf.

Wie zu beobachten war, liessen sich die Zuschauenden offensichtlich auf die Thematik der interkulturellen Vielfalt ein. Das goldfarbene Video «Base Circle of Hermes», des russischen Masterartists Aleksey Schvarkoff faszinierte wiederum in seiner Vollendung. Der Video zeigte die unendlichen Variationen von geometrischen Formen und Mustern auf. Das Wechselspiel von geordneten oder eher chaotisch anmutenden, stillen und lauten, emotionalen, zurückhaltenden, experimentellen bis zu technisch virtuosen  künstlerischen Beiträgen führten zum zusätzlichen Erlebnis der Vielfalt unter den KünstlerInnen und dem Betrachtenden. Die Auseinandersetzung mit dem Mensch Sein wurde von den KünstlerInnen öfters verwendet, wie im Video von Evgenia Lapteva, Performance «Turn» oder in Ricardo Streiff's, «Be Human», einzusehen war. Die Werke, meist in Bild und Klang gestaltet, wirkten nahezu poetisch. Gespannt folgten die Anwesenden den inhaltlich oft ernsthaften jedoch ebenso unterhaltsamen Darbietung. Der Ehrengast Marki Romanista, ein Kunstschaffender der sich für die Rechte der Roma einsetzt, zeigte ein Video auf und erzählte aus dem Leben als Roma in der Schweiz. Interessiert folgten die Leute der Mitteilung des Künstlers, der sich in seinem Kunstschaffen für sein Volk einsetzt. Abgerundet wurde der Abend mit dem Kunstfilm zum Werk von Lilya Dear, der seine Farbigkeit im Schlosshof verstreute. Der Cutup aus gemalten Bildern, Fotos, Dokumenten und Musik auf der Reise von Marco Polo schloss den Event des Interkulturellen Dialogs mit einem Eindruck von Verzauberung ab.

digitalartmovies.blogspot.com

Wie die Organisatorin Barbara Streiff mitteilte, wird im September 2019, der nächste Event «Interkultureller Dialog Video Art» stattfinden.