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Kunst und Klang im Gonzen
30. Oktober, 1.-2. November

Die Werke in den Räumen des Gonzens werden von folgenden Künstler/innen gestaltet:

Arthur Schneiter - Schönberg an der Thur, Klang, Stein
Sandra Kamm-Thiel - Walenstadt, Skulptur, Bild
Sundari Grünenfelder - Tscherlach, Plastik, Bild, Text
Traudi Gärtner - Berneck, Keramik
Remo Albert Alig - Flims, Bild
Stefan Rüesch - Rhäzüns, Bild, Installation
Cemal Akkaya - Sargans, Skulptur
Thomas Leiser - Zürich, Installation, Photos, Holz
Sepp Azzola - Mels, Bildhauer, Gestalter
Karl A. Fürer - St. Gallen, Installation, Gestalter
Egon Meier - Zeihen, Installation, Skulptur

Der Berg Gonzen beherbergt Eisen. Dieses Eisen wurde bereits von den Kelten abgebaut. Das Bergwerk umfasst ein 90 km Höhlensystem. In der neueren Zeit gleicht der maschinelle Abbau beinah einer Beraubung. Wir möchten dem Gonzen etwas zurückgeben.

Mutter Erde beschenkt uns täglich und wir möchten ihr dafür danken.

Die Künstler:
Die Zusammenstellung der Künstler ist eine Mischung von bekannten und jungen viel versprechenden Künstler/innen.
Die beitragenden Künstler sind Menschen, die in einem tiefen Bezug zum Berg Gonzen stehen und somit zur Erde. Diese Beziehung ruft ein Eintauchen in Dunkelheit, Sanftheit und Tiefe. Daraus entstehen ihre Werke. Alle Künstler sind Menschen, die aus der Selbstdarstellung herausgewachsen sind. Sie machen an diesem Projekt mit, aus dem Grund etwas zu schenken und sprechen zu lassen, zu Ehren der Hingabefähigkeit der Natur und der Weiblichkeit. Das Wort Mutter bedeutet in der Sprache der Navajo Indianer «Erde». Das eigentlich Weibliche, das die Mutter Erde symbolisiert wird umgesetzt, indem wir in Respekt, Achtsamkeit und Verzeihung der Umgebung begegnen.

Konzert und CD Produktion:
Im Rahmen des Anlasses findet eine CD Produktion statt. Diese wird als Gesamtwerk «Gebete an die Erde», alle Beiträge der Künstler, Bild, Text und Musik, zu einem Ganzen in einem Buchkatalog zusammenführen.

Jan van der Stappen
ist Musiker und Schamane. Er arbeitet mit Klängen und Stimme. Seine Instrumente fanden aus den unterschiedlichsten Teilen der Welt zu ihm. Flöten, Gongs, Muscheln, Pfeifen, Klangschalen, Rasseln, Glocken, Trommeln sind aus dem Amazonas, China, Buthan, Tibet, Indonesien, Amerika, Europa, Afrika, usw. Viele wurden ihm von Heilern, Medizinmännern und Schamanen überreicht um die uralten Klänge, aus den teils sehr abgelegenen Orten, in die Welt zu tragen und so an die Menschen in deren Umgebung weiterzugeben, im Sinne eines Gesamtbewusstseins und Energienetzwerkes.

Arthur Schneiter
ist Klangsteinkünstler, Bildhauer, Zeichner, Musiker und Performer. Er hat verschiedenste Projekte im öffentlichen Raum ausgeführt, musikalische und auch literarische Projekte entwickelt.

Ulrich Gasser schreibt über Arthur Schneiter:
Der Stein, der Inbegriff von schwerem Material, wird zu Musik, dem Inbegriff von schwereloser Immaterialität. Diese Qualität, die ganze Erdenschwere in einen Zustand absoluter Vergeistigung überführen zu können, war und ist für mich als Komponisten der entscheidende Punkt, der mich immer wieder vor den Stein und seinen Klang zurückholt. Dort bin ich gefesselt und zugleich befreit und jedesmal bleibt ein grosses «Staunen». Dass Arthur in dieser Dimension Kommunikation meiner Meinung nach seine grösste Wirkung erreicht, hängt wohl mit seinem gewinnenden Wesen zusammen, mit seiner Natürlichkeit, seiner Hilfsbereitschaft und seinem Engagement. Vielleicht aber liegt es auch alleine in seinem Lachen: Wer es einmal gehört hat, dann, wenn Arthur Arthur ist, wird es nicht so leicht vergessen.

Konzeption und Realisation wird von Initiantin Sundari Grünenfelder, Tscherlach (Präsidentin Verein artarea), durchgeführt.