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Opel Frontera Electric – elektrisch, geräumig und bezahlbar

Opel Frontera Electric – elektrisch, geräumig und bezahlbar

Opel Frontera Electric – elektrisch, geräumig und bezahlbar

Nach einer Frontera Pause von mehr als 20 Jahren, erweckt Opel den damaligen Klassiker zu neuem Leben. Der rein elektrische Frontera gehört zur Gilde der Kompakt-SUVs und macht im stark umworbenen Segment eine gute Figur. 
Der Neuling überzeugt mit seinem Raumangebot, den Allrounderqualitäten und einem sehr guten Preis-/Leistungsverhältnis. Opel verzichtet bewusst auf Touchscreen Schnick-schnack und sorgt damit bewusst für weniger Ablenkung.

© Angelo Umberg

Wie schnell doch die Zeit vergeht. Vor 34 Jahren fand auf Sardinien die Präsentation des ersten Opel Frontera statt. Wie früher üblich dauerte der Event einige Tage und beinhaltete zahlreiche Highlights. So war die Journalistenschar Gast auf der Jacht des im letzten Jahr verstorbenen Prinz Karim Aga Khan. Einen Namen schuf sich der Monarch auf Sardinien als Schöpfer der berühmten Costa Smeralda. Dort kaufte er Land und bebaute den faszinierenden Küstenabschnitt sorgsam mit in die Natur integrierte Bungalows. Den Stararchitekten gelang es in Absprache mit der Behörde tatsächlich die filigranen Bauten – vom Meer aus kaum sichtbar – mit der intakten, unberührten Umgebung zu vereinen. Der geländegängige Frontera wurde damals wie üblich auf Herz und Nieren getestet und von den Gastgebern ins beste Licht gerückt. Mit dem Frontera gelang es Opel mit einem echten Offroader den Markt massgebend zu beleben.

Die Front ist typisch Opel
Vorne widerspiegelt der Stromer das charakteristische, typische Frontdesign der Opel Familie. Zu den Elementen gehören der Kühler, die Scheinwerfer und das traditionelle Blitz-Logo. Die Seitenlinien sind harmonisch und lehnen sich an einigen Mitbewerbern an. Auch am Heck sind Parallelen zu anderen SUV erkennbar. Das Blitz-Emblem und die Bezeichnung Frontera schaffen Klarheit. In Kombination mit dem schwarzen Dach verleihen die Sonderfarben Kanyon Orange, Karbon Black, Khaki Green und Kristall Silver dem Frontera das gewisse Etwas.

Zurück zur Normalität
Wer hinter dem Lenkrad des Frontera sitzt, stellt mit Genugtuung fest, wie schnell man sich in dem schnörkellosen Cockpit zurechtfindet. Opel verzichtete bewusst auf die Auswüchse von ablenkenden, zum Teil komplizierten Bedienungselementen einiger Mitbewerber. Obwohl sich die Opel Konstrukteure auf das Wesentliche konzentrierten, werden die üblichen Annehmlichkeiten angeboten. Anstelle eines übergrossen Bildschirmes, setzt Opel beim Frontera auf ein übersichtliches Cockpit mit ergonomisch platzierten Bedienungselementen und auf zwei 10-Zoll-Widescreens. Wer mehr Hightech wünscht, kann den SUV seinen Wünschen entsprechend aufrüsten. Die Sicherheitsausstattung verfügt über die wichtigsten Assistenzsysteme.
Im komfortablen Innenraum können es sich auch grossgewachsene Passagiere auf den gut geformten Sitzen bequem machen. Generell ist das Raumangebot in dieser Klasse überdurchschnittlich. Die Materialien sind angenehm gut verarbeitet. Im Fahrbetrieb überzeugt der SUV mit der präzisen Lenkung, einem gutmütigen Fahrwerk sowie einem Spurhalteassistenten, der nicht ständig mit einem nervenden Piepsen eingreift. Wenn der Fahrer aber mit Unaufmerksamkeiten übertreibt, greift der Assistent unmissverständlich ein. Der Frontera mit Frontantrieb verfügt über einen Kofferraum mit über 460 Litern Fassungsvermögen. Dieser kann durch das Ablegen der Rücksitze auf 1600 Liter Raum erweitert werden. Praktisch besonders für Vielreisende oder Familien erweist sich der zweite Ladeboden. 

Vernunft ist Trumpf
Der 113 PS (83 kW) starke Elektromotor erweist sich im Alltag als ausreichend. Klar hinkt der Frontera mit dem Sprint von 0 bis 100 km/h in 13,0 Sekunden der Konkurrenz hinterher. Wem dieser Beschleunigungswert nicht ausreicht, stehen als Alternative zwei 1.2 Turbo Hybrid-Aggregaten mit 110 oder 145 PS, kombiniert mit einem elektrischem 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe zur Auswahl. 
Der Stromer begnügt sich im Durchschnitt mit einem Verbrauch von 16,7 kWh/100 km. Der 54-kW-Akku ermöglicht Reichweiten bis 432 Kilometer. Positiv ist, dass der Frontera sanft und gleichmässig beschleunigt. Am Schnellader (DC) mit einer Ladeleistung von 100 kW lässt sich der Akku in 26 Minuten von 20 auf 80 Prozent füllen. Im Fahrbetrieb erfüllt der Frontera mit Frontantrieb hohe Ansprüche. Unebenheiten schluckt das gut abgestimmte Fahrwerk sanft weg. Das Kurvenverhalten ist ebenso souverän, wie die leichtgängige Lenkung. Attraktiv sind die Preise des Frontera. Der günstigste Stromer ist zum Kampfpreis von 27990 Franken zu haben. 

Opel Frontera Electric «GS» Long Range
Antrieb: Elektromotor mit einer Leistung 113 PS (83 kW), Maximales Drehmoment: 124,5 Nm bei 5270 U/min, 1-Gang-Automatik, Allradantrieb, Lithium-Ionen-Batterie mit 54.0 kWh, Ladeleistung: bis 150 kW (10-80% in 28 min.). 
Fahrleistungen: 0-100 km/h in 13,0 s, Spitze: 143 km/h, Stromverbrauch: 14,8–18,6 kWh/100 km, Co2-Emissionen: 0 g/km, Reichweite (WLTP) 338–432 km.  
Masse. L/B/H: 4,38/1,80/1,64 m, Gewicht: 1610 kg, Laderaum: 460 Liter. Preise: «GS» 33 900 Franken, Einsteigermodell Hybrid 1,2-Turbo «Edition» 24900 Franken.

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