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Historischer Staatsbesuch Liechtensteins in Indien

Historischer Staatsbesuch Liechtensteins in Indien

Indiens Premierminister Narendra Modi, S.D. Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein, Droupadi Murmu, Präsidentin von Indien und I.K.H. Erbprinzessin Sophie von und zu Liechtenstein. (Quelle: Adarsh Saini)
Indiens Premierminister Narendra Modi, S.D. Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein, Droupadi Murmu, Präsidentin von Indien und I.K.H. Erbprinzessin Sophie von und zu Liechtenstein. (Quelle: Adarsh Saini)

Auf Einladung von Premierminister Narendra Modi weilte S.D. Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein gemeinsam mit I.K.H. Erbprinzessin Sophie vom 25. bis 28. Oktober 2026 zu einem Staatsbesuch in Indien. Es war der erste Staatsbesuch in der Geschichte der Beziehungen zwischen den beiden Staaten. Begleitet wurde S.D. der Erbprinz von Regierungschefin-Stellvertreterin Sabine Monauni und einer hochrangigen liechtensteinischen Wirtschaftsdelegation. Der historische Besuch sowie die in den vergangenen Jahren intensivierten Beziehungen wurden in einer gemeinsamen Erklärung gewürdigt.

Vertiefung der Beziehungen mit Indien

In Neu-Delhi empfingen Indiens Präsidentin Droupadi Murmu und Premierminister Narendra Modi S.D. Erbprinz Alois und die liechtensteinische Delegation mit militärischen Ehren. Neben den Arbeitsgesprächen mit der Präsidentin und dem Premierminister standen offizielle Essen zu Ehren S.D. des Erbprinzen sowie Gespräche mit Aussenminister Subrahmanyam Jaishankar, Finanzministerin Nirmala Sitharaman, dem Minister für Kompetenzentwicklung und Unternehmertum Jayant Chaudhary, dem Handels- und Industrieminister Piyush Goyal sowie dem Staatsminister für Handel und Unternehmertum Jitin Prasada auf dem Programm. Die Treffen dienten dazu, die bilateralen Beziehungen mit Indien weiter zu vertiefen. Indien gewinnt als internationaler Akteur und Partner Liechtensteins zunehmend an Bedeutung.

Zum Programm des Staatsbesuchs gehörte zudem eine Kranzniederlegung an der Mahatma-Gandhi-Gedenkstätte Raj Ghat.

S.D. Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein, Regierungschefin-Stellvertreterin Sabine Monauni und die Wirtschaftsdelegation aus Liechtenstein treffen in Indien Nirmala Sitharaman, die Finanzministerin sowie Ministerin für Unternehmensangelegenheiten.

Besonderer Fokus auf die wirtschaftliche Zusammenarbeit

Indien zählt zu den wichtigsten Wachstumsmärkten. Entsprechend standen die Vertiefung der Wirtschaftsbeziehungen und neue Kooperationsmöglichkeiten im Zentrum der Gespräche. Das seit dem 1. Oktober 2025 geltende Handels- und Wirtschaftspartnerschaftsabkommen zwischen den EFTA-Staaten und Indien (TEPA) eröffnet liechtensteinischen Unternehmen neue Handels- und Investitionschancen und schafft damit die Grundlage für den weiteren Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen.

Indien ist für liechtensteinische Unternehmen Absatzmarkt sowie Produktions- und Dienstleistungsstandort. Bereits heute beschäftigen sie dort rund 2'850 Mitarbeitende. Die Bedeutung des Wirtschaftsstandorts Indien wurde durch die mitreisende Wirtschaftsdelegation unterstrichen. Ihr gehörten der Präsident der Liechtensteinischen Industrie- und Handelskammer, die CEOs der Hilti AG und der Kaiser AG sowie indische Führungskräfte liechtensteinischer Unternehmen an.

Beim Besuch des Werks von Hilti Manufacturing India in Vadodara im Bundesstaat Gujarat gewannen S.D. Erbprinz Alois und Aussenministerin Sabine Monauni einen direkten Einblick in die Innovationskraft liechtensteinischer Unternehmen und ihre Präsenz in Indien.

Liechtenstein betont Chancen eines Doppelbesteuerungsabkommens

Das Handels- und Wirtschaftspartnerschaftsabkommen mit Indien baut Zölle und Handelshemmnisse ab, vereinfacht Zollverfahren und erleichtert so den gegenseitigen Marktzugang. In den politischen Gesprächen betonte die liechtensteinische Seite, dass ein Doppelbesteuerungsabkommen den Unternehmen beider Länder zusätzliche Rechtssicherheit bieten und grenzüberschreitende Investitionen deutlich erleichtern würde. In der gemeinsamen Erklärung zum Staatsbesuch bekundeten beide Staaten ihre Bereitschaft, ein solches Abkommen zu prüfen.

Austausch zu humanitärem Engagement

Neben den politischen und wirtschaftlichen Gesprächen umfasste das Programm auch einen Austausch mit der indischen Rotkreuzgesellschaft. In ihrer Funktion als Präsidentin des Liechtensteinischen Roten Kreuzes besuchte I.K.H. Erbprinzessin Sophie die indische Schwestergesellschaft und informierte sich vor Ort über deren Arbeit.

Quelle: Ministerium für Äusseres, Umwelt und Kultur, Martin Frick, Leiter. Fotoservice: Information und Kommunikation der Regierung.

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