Besonderer Fokus auf die wirtschaftliche Zusammenarbeit
Indien zählt zu den wichtigsten Wachstumsmärkten. Entsprechend standen die Vertiefung der Wirtschaftsbeziehungen und neue Kooperationsmöglichkeiten im Zentrum der Gespräche. Das seit dem 1. Oktober 2025 geltende Handels- und Wirtschaftspartnerschaftsabkommen zwischen den EFTA-Staaten und Indien (TEPA) eröffnet liechtensteinischen Unternehmen neue Handels- und Investitionschancen und schafft damit die Grundlage für den weiteren Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen.
Indien ist für liechtensteinische Unternehmen Absatzmarkt sowie Produktions- und Dienstleistungsstandort. Bereits heute beschäftigen sie dort rund 2'850 Mitarbeitende. Die Bedeutung des Wirtschaftsstandorts Indien wurde durch die mitreisende Wirtschaftsdelegation unterstrichen. Ihr gehörten der Präsident der Liechtensteinischen Industrie- und Handelskammer, die CEOs der Hilti AG und der Kaiser AG sowie indische Führungskräfte liechtensteinischer Unternehmen an.
Beim Besuch des Werks von Hilti Manufacturing India in Vadodara im Bundesstaat Gujarat gewannen S.D. Erbprinz Alois und Aussenministerin Sabine Monauni einen direkten Einblick in die Innovationskraft liechtensteinischer Unternehmen und ihre Präsenz in Indien.
Liechtenstein betont Chancen eines Doppelbesteuerungsabkommens
Das Handels- und Wirtschaftspartnerschaftsabkommen mit Indien baut Zölle und Handelshemmnisse ab, vereinfacht Zollverfahren und erleichtert so den gegenseitigen Marktzugang. In den politischen Gesprächen betonte die liechtensteinische Seite, dass ein Doppelbesteuerungsabkommen den Unternehmen beider Länder zusätzliche Rechtssicherheit bieten und grenzüberschreitende Investitionen deutlich erleichtern würde. In der gemeinsamen Erklärung zum Staatsbesuch bekundeten beide Staaten ihre Bereitschaft, ein solches Abkommen zu prüfen.
Austausch zu humanitärem Engagement
Neben den politischen und wirtschaftlichen Gesprächen umfasste das Programm auch einen Austausch mit der indischen Rotkreuzgesellschaft. In ihrer Funktion als Präsidentin des Liechtensteinischen Roten Kreuzes besuchte I.K.H. Erbprinzessin Sophie die indische Schwestergesellschaft und informierte sich vor Ort über deren Arbeit.
Quelle: Ministerium für Äusseres, Umwelt und Kultur, Martin Frick, Leiter. Fotoservice: Information und Kommunikation der Regierung.