Abschlussveranstaltung zum Internationalen Tag gegen Rassismus
Kunstaktionen für Klein und Gross
Während der Aktionstage gegen Rassismus organisierten verschiedene Institutionen ein breites Spektrum an Projekten und Aktionen, die an der Veranstaltung noch einmal sichtbar gemacht und in ihrer ganzen Bandbreite vorgestellt wurden. In der Kreativ Akademie wurde der Film Austroschwarz des österreichischen Künstlers Mwita Mataro gezeigt, das Müze im Haus der Familien organisierte einen Bastelvormittag zum Thema Diversität und einen Buchstart, ein Programm der frühen Sprach- und Leseförderung, zum Bilderbuch «zusammen». Das Skino in Schaan zeigte den Film «The Old Oak» und das junge Theater präsentiert am 28.
März das Stück 404 – Happiness not found. Zudem wurden verschiedene Kunstaktionen mit Jugendlichen durchgeführt: Die Offene Jugendarbeit führte einen Graffiti-Workshop durch und die Klasse 2c der Oberschule Eschen besuchte das Kunstmuseum. Dort erhielten die Jugendlichen einen Einblick in Teile der Ausstellung von Tony Cokes, die sich kritisch mit Rassismus und gesellschaftlichen Machtstrukturen auseinandersetzt.
Dialog, Musik, Begegnung
Nach der eindrücklichen Kurzdokumentation «Rassismusnichtsein» der Offenen Jugendarbeit Bludenz, sprach Moderatorin Gabriella Alvarez-Hummel mit Venice Stocker, Elin Tribelhorn und Jugendarbeiterin Priscila Leiva Lopez darüber, wo Jugendliche im Alltag Rassismus begegnen und wie sie damit umgehen können, wie das Thema an den Schulen thematisiert wird und wie in der Jugendarbeit damit umgegangen wird, welche Verantwortug tragen wir alle und wie können wir uns im Alltag für das Motto: «Alle anders – das sind wir», der Aktionstage gegen Rsssismus einsetzen und uns selbst auf die Finger schauen. Im Anschluss an das Gespräch luden die Organisatorinnen des Abends – die Offene Jugendarbeit, die Schulsozialarbeit, das «aha» -Tipps und Infos für junge Leute und das Amt für Soziale Dienste – zu einem Mitbring-Apéro ein. Musikalisch begleitet wurde der Abend von der ukrainischen Rockband «Doranku».
Der Internationale Tag gegen Rassismus wird jährlich am 21. März begangen, um auf Diskriminierung aufgrund von Herkunft, Hautfarbe oder Kultur aufmerksam zu machen und für Gleichheit und Menschenwürde einzutreten.
Der Gedenktag wurde 1966 von den Vereinten Nationen ausgerufen, sechs Jahre nach dem Massaker von Sharpeville in Südafrika, bei dem am 21. März 1960, neunundsechzig Menschen getötet wurden, die friedlich gegen die Apartheid demonstrierten. Ziel ist es, rassistische Diskriminierung weltweit zu bekämpfen und Solidarität mit den Opfern zu zeigen.
Der Tag soll Bewusstsein schaffen, Menschen zur Reflexion anregen und zu aktivem Handeln gegen Rassismus motivieren. Er erinnert daran, dass Diskriminierung menschengemacht ist und durch gesellschaftliches Engagement überwunden werden kann.
Quelle: Ministerium für Gesellschaft und Justiz, Rahel Schatzmann, Amt für Soziale Dienste, Abteilung Chancengleichheit. Ergänzungen und Fotos: © exclusiv