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Alle anders – gemeinsam stark: Ein Finale voller Vielfalt

Alle anders – gemeinsam stark: Ein Finale voller Vielfalt

Alle anders – gemeinsam stark: Ein Finale voller Vielfalt

Vaduz (ots) – Die Aktionstage gegen Rassismus vom 13. bis 23. März sind am Samstag, 21. März 2026, im Jugendtreff Camäleon in Vaduz zu Ende gegangen – mit einem Finale, das von Energie, Haltung und jungen Stimmen getragen wurde.

Rund 50 Personen nahmen an der Veranstaltung teil, viele davon Jugendliche, die in den vergangenen Tagen eindrucksvoll gezeigt haben, wie gelebte Vielfalt gestaltet werden kann. Begrüsst wurden die Gäste von Rahel Schatzmann vom Amt für Soziale Dienste, Abteilung Chancengleichheit. Sie führte in die Veranstaltung ein, sprach über vergangene Aktionen und stellte das Projektteam sowie die geplanten Aktivitäten vor.

Regierungsrat Emanuel Schädler, der kürzlich an der CSW (Commission on the Status of Women) in New York teilgenommen hatte, berichtete in seiner Ansprache von seinen Eindrücken aus der internationalen Arbeit für Geschlechtergerechtigkeit und zog Parallelen zu den Aktionstagen in Liechtenstein. Dabei erinnerte er daran, dass Vielfalt nicht nur ein Ideal ist, sondern ein gesellschaftlicher Auftrag: «Wir kommen nur weiter, wenn wir gemeinsam arbeiten, wenn wir Unterschiede nicht fürchten, sondern verstehen und nutzen, und wenn wir das Fremde nicht als Bedrohung sehen, sondern als Chance.» Mit diesen Worten setzte er den Akzent für den Abschluss der elf Tage dauernden Aktion.

Seine Worte machten klar: Rassismus bekämpft man nicht mit Symbolik, sondern im täglichen Miteinander – dort, wo wir einander begegnen, zuhören, Fehler machen und daraus lernen. Der Abschluss im Camäleon zeigte, dass «Alle anders – das sind wir» mehr ist als ein Motto: Es ist ein Anspruch an das Zusammenleben in Liechtenstein.

Abschlussveranstaltung zum Internationalen Tag gegen Rassismus

Abschlussveranstaltung zum Internationalen Tag gegen Rassismus

Kunstaktionen für Klein und Gross

Während der Aktionstage gegen Rassismus organisierten verschiedene Institutionen ein breites Spektrum an Projekten und Aktionen, die an der Veranstaltung noch einmal sichtbar gemacht und in ihrer ganzen Bandbreite vorgestellt wurden. In der Kreativ Akademie wurde der Film Austroschwarz des österreichischen Künstlers Mwita Mataro gezeigt, das Müze im Haus der Familien organisierte einen Bastelvormittag zum Thema Diversität und einen Buchstart, ein Programm der frühen Sprach- und Leseförderung, zum Bilderbuch «zusammen». Das Skino in Schaan zeigte den Film «The Old Oak» und das junge Theater präsentiert am 28.
März das Stück 404 – Happiness not found. Zudem wurden verschiedene Kunstaktionen mit Jugendlichen durchgeführt: Die Offene Jugendarbeit führte einen Graffiti-Workshop durch und die Klasse 2c der Oberschule Eschen besuchte das Kunstmuseum. Dort erhielten die Jugendlichen einen Einblick in Teile der Ausstellung von Tony Cokes, die sich kritisch mit Rassismus und gesellschaftlichen Machtstrukturen auseinandersetzt.

Dialog, Musik, Begegnung

Nach der eindrücklichen Kurzdokumentation «Rassismusnichtsein» der Offenen Jugendarbeit Bludenz, sprach Moderatorin Gabriella Alvarez-Hummel mit Venice Stocker, Elin Tribelhorn und Jugendarbeiterin Priscila Leiva Lopez darüber, wo Jugendliche im Alltag Rassismus begegnen und wie sie damit umgehen können, wie das Thema an den Schulen thematisiert wird und wie in der Jugendarbeit damit umgegangen wird, welche Verantwortug tragen wir alle und wie können wir uns im Alltag für das Motto: «Alle anders – das sind wir», der Aktionstage gegen Rsssismus einsetzen und uns selbst auf die Finger schauen. Im Anschluss an das Gespräch luden die Organisatorinnen des Abends – die Offene Jugendarbeit, die Schulsozialarbeit, das «aha» -Tipps und Infos für junge Leute und das Amt für Soziale Dienste – zu einem Mitbring-Apéro ein. Musikalisch begleitet wurde der Abend von der ukrainischen Rockband «Doranku».

Der Internationale Tag gegen Rassismus wird jährlich am 21. März begangen, um auf Diskriminierung aufgrund von Herkunft, Hautfarbe oder Kultur aufmerksam zu machen und für Gleichheit und Menschenwürde einzutreten.
Der Gedenktag wurde 1966 von den Vereinten Nationen ausgerufen, sechs Jahre nach dem Massaker von Sharpeville in Südafrika, bei dem am 21. März 1960, neunundsechzig Menschen getötet wurden, die friedlich gegen die Apartheid demonstrierten. Ziel ist es, rassistische Diskriminierung weltweit zu bekämpfen und Solidarität mit den Opfern zu zeigen.
Der Tag soll Bewusstsein schaffen, Menschen zur Reflexion anregen und zu aktivem Handeln gegen Rassismus motivieren. Er erinnert daran, dass Diskriminierung menschengemacht ist und durch gesellschaftliches Engagement überwunden werden kann. 

Quelle: Ministerium für Gesellschaft und Justiz, Rahel Schatzmann, Amt für Soziale Dienste, Abteilung Chancengleichheit. Ergänzungen und Fotos: © exclusiv

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