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Kleine Marke, grosse Botschaft – wenn Kunst zur Briefmarke wird

Kleine Marke, grosse Botschaft – wenn Kunst zur Briefmarke wird

(v.l.) Armin Hoop, Bischof Dr. Benno Elbs, Daniel Martini
(v.l.) Armin Hoop, Bischof Dr. Benno Elbs,  Daniel Martini

Eine Kooperation der Philatelie Liechtenstein und der Kunstschule Liechtenstein am 15. September 2026 in Nendeln.

Wie lassen sich grosse und wichtige Themen wie Hoffnung und Frieden auf wenigen Quadratzentimetern sichtbar machen? Dieser Frage widmete sich ein Abend an der Kunstschule Liechtenstein in Nendeln. Im Rahmen der «Drehscheibe» präsentierten die Philatelie Liechtenstein und die Kunstschule Liechtenstein am 15. September 2026 die beiden aktuellen Briefmarkenthemen «Hoffnung» und «Frieden».
Im Mittelpunkt standen dabei nicht nur die fertigen Briefmarken, sondern auch die Menschen und Gedanken hinter den Motiven. Die Veranstaltung zeigte, wie unterschiedlich sich ein abstraktes Thema gestalterisch entwickeln lässt und wie aus persönlichen Gedanken und künstlerischen Ideen schliesslich eine Briefmarke mit eigener Bildsprache entsteht.

Christine Böhmwalder, Leiterin Philatelie Liechtenstein

Eine Pusteblume als Zeichen der Hoffnung
Für die Ausgabe «Hoffnung» entwickelten Studierende der Kunstschule Liechtenstein im Unterricht eigene Briefmarkenentwürfe. Aus dem anschliessenden Gestaltungswettbewerb ging Daniel Martini als Gewinner hervor.
Sein Entwurf zeigt eine Pusteblume. Die vom Wind getragenen Samen können für Hoffnung, Wünsche und einen Neubeginn stehen, aber auch für die Vorstellung, dass selbst kleine Impulse Veränderungen bewirken können. Gemeinsam mit Kunstlehrerin Karin Schuh und der Kunstschule gab Daniel Martini Einblicke in seinen kreativen Prozess und zeigte auf, welche Überlegungen hinter seinem Entwurf stehen. Dabei wurde deutlich, wie aus einer persönlichen Idee Schritt für Schritt eine eigenständige Bildsprache entstehen kann.

Drei Perspektiven auf den Frieden
Auch die Briefmarkenausgabe «Frieden» stand im Zentrum des Abends. Sie besteht aus einem Sonderblock mit drei Briefmarken: «Aufbruch», «Zuversicht» und «Licht».
Bischof Dr. Benno Elbs teilte seine persönlichen Gedanken dazu, was Frieden für ihn bedeutet. Der Gestalter Armin Hoop nahm diese Gedanken auf und übersetzte sie in eine visuelle Sprache. Beim Anlass erzählte er, wie aus einer zunächst persönlichen und ideellen Botschaft konkrete Gestaltung wurde. Die drei Motive greifen unterschiedliche Facetten des Themas auf: «Aufbruch» steht für Neuanfang und Bewegung, «Zuversicht» für innere Stärke, Vertrauen und Gemeinschaft, während «Licht» Frieden, Orientierung, Menschlichkeit und Hoffnung symbolisiert.

Kleine Fläche, grosse Themen
Die beiden Ausgaben zeigen auf unterschiedliche Weise, wie viel Inhalt in einer kleinen Briefmarke Platz finden kann. Während bei «Hoffnung» der künstlerische Entwurf eines Studierenden im Mittelpunkt steht, entstand «Frieden» aus persönlichen Gedanken und deren gestalterischer Übersetzung.
Der Abend an der Kunstschule machte damit nicht nur die fertigen Briefmarken sichtbar, sondern auch die unterschiedlichen Wege, die zu ihrer Gestaltung führen. Hoffnung und Frieden werden auf diese Weise zu Motiven, die über ihre Funktion als Postwertzeichen hinaus eine Botschaft tragen.

Quelle: Text und Fotos © Corina Meier, Projektmanagement / Social Media, Liechtensteinische Post AG, Philatelie Liechtenstein. Textergänzungen: © exclusiv

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