Patrik Birrer, Leiter des Amtes für Kultur, auf dem Rundgang.
Ein besonderer Dank ging an die Gemeinde Schaan und alle Beteiligten, die die anspruchsvolle Umwandlung ermöglicht haben: an die politischen Verantwortlichen, die Architektinnen und Architekten, die Bauleitung, Planerinnen und Planer, Handwerker, Restauratorinnen und Restauratoren, die Fachleute der Denkmalpflege sowie die Bauherrenvertretung der Gemeinde. Ebenso wurden die Kulturpartner gewürdigt, darunter Domus, Literaturhaus, visarte Liechtenstein und die Abteilung Kulturschaffen des Amtes für Kultur.
Noch ist die Kulturbrauerei eine Baustelle. Offiziell eröffnet wird sie am 14. November. Doch schon am Europa-Tag des Denkmals wurde sichtbar, wohin die Reise geht: Aus einem ehemaligen Brauereigebäude entsteht ein Ort, an dem künftig geschrieben, gestaltet, diskutiert, gearbeitet und ausgestellt wird.
Vielleicht passt deshalb das Bild der Brauerei besonders gut zur neuen Nutzung. In einer Brauerei wird aus verschiedenen Zutaten etwas Neues. Auch Kultur braucht Räume, Menschen, Zeit und Austausch, damit etwas entstehen kann, das vorher noch nicht da war.
Die Kulturbrauerei will genau ein solcher Ort sein – einer, der seine Geschichte bewahrt und gleichzeitig offen ist für das, was noch kommt. Oder, wie Patrik Birrer es formulierte: Ein Denkmal dürfe nicht nur bewahrt, sondern müsse auch weitergegeben werden. Und Weitergeben bedeute manchmal, etwas zu verändern.
Zum Abschluss seiner Ausführungen erinnerte der Leiter des Amtes für Kultur an Johann Wolfgang von Goethe, der 1788 auf seiner Rückreise von Italien eine Nacht in Vaduz verbracht haben soll. Mit dessen Worten «Es ist nicht genug zu wissen, man muss es auch anwenden. Es ist nicht genug zu wollen, man muss es auch tun» schlug er den Bogen zurück zum heutigen Projekt.
Nach dem offiziellen Teil konnten die Besucherinnen und Besucher die ehemalige Brauerei auf einem Rundgang erkunden, die Räume und den historischen Gewölbekeller entdecken und sich beim anschliessenden Apéro über die neue Kulturbrauerei austauschen. Musikalisch begleitet wurde der Anlass vom Ensemble «Scream and Shout» der Musikschule unter der Leitung von Johannes Uthoff.
Die 34. Ausgabe der Europa-Tage des Denkmals zeigte damit eindrücklich, worum es bei Denkmalpflege letztlich geht: Geschichte sichtbar zu machen und ihr zugleich eine Zukunft zu geben.
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