Was klein in der Tasche Platz findet, ist kulturell ganz gross
Das MuseumsPocket ist handlich, kompakt und bewusst anders als eine klassische Museumsbroschüre. Auf kleinstem Raum versammelt es Informationen zu 17 Museen und Kulturhäusern und macht damit sichtbar, wie vielfältig die Kulturlandschaft Liechtensteins ist.
Die Idee dahinter ist allerdings nicht neu. Bereits 2013 trafen sich auf Einladung des Liechtensteinischen LandesMuseums erstmals sieben museale Institutionen des Landes. Im Mittelpunkt standen der gegenseitige Austausch, gemeinsame Themen und Probleme sowie die Frage, wo Synergien genutzt werden können. Auch bei Veranstaltungen wie «Reiseziel Museum» oder der ORF-Langen Nacht der Museen arbeiteten die Häuser bereits zusammen.
Aus den ersten sieben Institutionen wurde im Laufe der Jahre eine Vereinigung von heute 17 Museen und Kulturhäusern aus zwölf Trägerschaften. Dabei entstand zunehmend der Wunsch, auch gemeinsame Projekte umzusetzen und die Vielfalt der liechtensteinischen Kulturlandschaft sichtbar zu machen.
2015 erschien die erste gemeinsame Museumsbroschüre, 2017 folgte das Memo-Spiel «suacha – luaga – finda» und 2022 der Film «Kulturplatz Liechtenstein».
Zehn Jahre nach der ersten Broschüre war nun die Zeit für etwas Neues gekommen. Die Restbestände gingen zur Neige und auch das Erscheinungsbild entsprach nicht mehr ganz den heutigen Ansprüchen. Gewünscht war eine Publikation, die handlicher, weniger textlastig und gleichzeitig optisch ansprechend ist.
Sabine Bockmühl entwickelte dafür ein Format, das tatsächlich in jede Hosentasche passt. Die grafisch frische Gestaltung macht das MuseumsPocket zu einem Blickfang und bringt die wichtigsten Informationen übersichtlich zusammen. Gedruckt und endgefertigt wurde die Publikation von der BVD Druck + Verlag AG in Schaan.
17 Häuser, 17 Geschichten
Vom Alten Pfarrhof in Balzers bis zum Walsermuseum in Triesenberg, von der Kunst über Geschichte und Tradition bis hin zu ganz besonderen Begegnungsorten: Jedes der 17 Häuser erzählt einen eigenen Teil der Geschichte und Gegenwart Liechtensteins.
Beteiligt sind der Alter Pfarrhof Balzers, das Bäuerliche WohnMuseum Schellenberg, domus Schaan, DOOZMOOL Vaduz, der Gasometer Triesen, das Kulturhaus Rössle Mauren, das Kunstmuseum Liechtenstein und die Hilti Art Foundation, der Kunstraum Engländerbau, das Küefer-Martis-Huus Ruggell, das Landweibel-Huus Schaan, das Lawena Museum Triesen, das Liechtensteinische LandesMuseum, das Liechtensteinische PostMuseum, die Liechtensteinische SchatzKammer, die Mühle Eschen, die Pfrundbauten Eschen sowie das Walsermuseum Triesenberg.
Zusammen ergeben sie ein erstaunlich vielfältiges Bild eines Landes, dessen kulturelle Schätze weit über die bekannten Adressen hinausreichen.
Das in deutscher und englischer Sprache gehaltene MuseumsPocket richtet sich dabei nicht nur an die Bevölkerung Liechtensteins. Auch internationale Gäste erhalten damit einen kompakten Überblick über die kulturelle Vielfalt des Landes und Inspiration für den nächsten Museumsbesuch.
Kultur zum Mitnehmen
Vielleicht ist genau das die Stärke dieses kleinen Guides: Er will nicht alles erzählen. Er will neugierig machen.
Das MuseumsPocket liegt kostenlos in allen beteiligten Institutionen, den entsprechenden Gemeindeverwaltungen sowie im Liechtenstein Center auf. Klein genug, um es spontan einzustecken – und hoffentlich gross genug, um den einen oder anderen Museumsbesuch daraus entstehen zu lassen.
Denn manchmal braucht es nur einen kleinen Anstoss, um etwas Neues zu entdecken.