50 Jahre Liechtensteinische Kunstgesellschaft – Buchpräsentation zum Jubiläum
(v.l.) Klaus Lürzer, Carmen Dahl, I.K.H. Erbprinzessin Sophie von und zu Liechtenstein, Elisabeth Ender, Dr. Martina Sochin-D’Elia
19. Juni 2026 – Nicht als klassische Chronik, sondern als vielstimmige Erzählung versteht sich die Publikation «Kunstgesellschaft – 50 Jahre Liechtensteinische Kunstgesellschaft im historischen Kontext 1975–2025», die anlässlich des 50-jährigen Jubiläums vorgestellt wurde. Das Werk blickt auf fünf Jahrzehnte kulturellen Engagements zurück und erzählt von Initiativen, persönlicher Leidenschaft und Menschen, die die Kunst- und Kulturlandschaft Liechtensteins nachhaltig geprägt haben.
Wie intensiv diese Aufarbeitung gelungen ist, zeigte sich bereits zu Beginn der Jubiläumsveranstaltung. Die Mitglieder des TAK-Ensembles Christiani Wetter, Thomas Beck und Stefan Gebelhoff erweckten ausgewählte Passagen des Buches in einer szenischen Lesung zum Leben und führten die Gäste durch mehr als 160 Jahre Kulturgeschichte. Dabei wurde deutlich, wie eng die Entwicklung der Liechtensteinischen Kunstgesellschaft mit den kulturellen Meilensteinen des Landes verbunden ist.
Die Geschichte beginnt in einer Zeit, in der sich in vielen europäischen Regionen bereits lebendige Kulturzentren entwickelten, während dieser Prozess in Liechtenstein deutlich langsamer verlief. Das Buch berichtet von Fortschritt, Aufbruch und den ersten Wendepunkten, die den Weg zu einer modernen Kulturlandschaft ebneten. Es erzählt von Visionen und Widerständen, von Rückschlägen und Neuanfängen sowie von Menschen, die mit grosser Beharrlichkeit kulturelle Projekte vorantrieben. Thematisiert werden ebenso private Initiativen, die das Erbe heimischer Künstlerinnen und Künstler bewahrten, wie die Professionalisierung des Kultursektors und einschneidende Ereignisse, etwa die Rückkehr der Fürstlichen Sammlungen nach Wien. Was einst Pionierarbeit war, ist heute gelebte Realität: Kunst ist Teil des Alltags geworden und Liechtenstein präsentiert sich als kulturell selbstbewusstes Land.
Präsidentin Vanessa Cosi begrüsste die zahlreichen Gäste mit den Worten, ein Jubiläum sei immer Anlass, innezuhalten und zurückzublicken. Auch die Kunstgesellschaft habe dies getan, und das Ergebnis liege nun in dieser umfassenden Publikation vor. Besonders freute sie sich darüber, dass zahlreiche Zeitzeuginnen und Zeitzeugen anwesend waren, die die Geschichte der Kunstgesellschaft nicht nur miterlebt, sondern auch mitgeprägt haben.
Das erste Exemplar des Buches überreichte sie der Ehrenpräsidentin der Kunstgesellschaft, I.K.H. Erbprinzessin Sophie von und zu Liechtenstein. Diese nahm das Buch entgegen und dankte allen Beteiligten für ihr grosses Engagement, ihre Beharrlichkeit und ihre visionäre Arbeit, die dazu beigetragen haben, dass Kunst heute ein integraler Bestandteil der Identität Liechtensteins ist.