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Eine Briefmarke macht Musik hörbar: Liechtenstein schreibt Kulturgeschichte

Eine Briefmarke macht Musik hörbar: Liechtenstein schreibt Kulturgeschichte

(v.l.) Stefan Frommelt, Christine Böhmwalder, Leiterin der Philatelie Liechtenstein, Regierungschefin-Stellvertreterin Sabine Monauni, © exclusiv
(v.l.) Stefan Frommelt, Christine Böhmwalder, Leiterin der Philatelie Liechtenstein, Regierungschefin-Stellvertreterin Sabine Monauni, © exclusiv

Eine Briefmarke, die man nicht nur sehen, sondern auch hören kann: Das neue Postwertzeichen verbindet Philatelie, Musik und liechtensteinische Kulturgeschichte auf besondere Weise. Die Briefmarkenschallplatte ist in limitierter Auflage erschienen und seit dem 1. Juni bei der Philatelie Liechtenstein erhältlich.

Christine Böhmwalder, Leiterin der Philatelie Liechtenstein, © exclusiv
Christine Böhmwalder, Leiterin der Philatelie Liechtenstein, © exclusiv

Triesen, 1. Juni 2026 – «Die Briefmarke wird zum Erlebnis – sie verbindet Musik, Kulturgeschichte und Innovation.» Mit diesen Worten eröffnete Christine Böhmwalder, Leiterin der Philatelie Liechtenstein, die Präsentation der ersten klingenden Briefmarke Liechtensteins im Torkel 5 in Triesen.

Gemeinsam mit der Pepi-Frommelt-Stiftung stellte die Philatelie Liechtenstein ein aussergewöhnliches Kulturprojekt vor, das Philatelie, Musik und kulturelles Erbe auf neue Weise verbindet. Die Briefmarke verfügt über eine schallplattenähnliche Rillenstruktur und lässt sich auf einem herkömmlichen Plattenspieler abspielen – ein Stück liechtensteinischer Musikgeschichte, das hörbar wird.
Im Mittelpunkt steht der Titel «S’isch egal» von Stefan Frommelt und seiner Formation The Peps. Das Lied basiert auf der Neuinterpretation des traditionellen Volksliedes «Du und i sind Brüaderli» aus dem musikalischen Nachlass von Pepi Frommelt.

«Es berührt mich sehr, die Musik aus der Sammlung meines Vaters in dieser besonderen Form neu erlebbar zu machen», sagte Stefan Frommelt bei der Präsentation.
Für besondere Stimmung sorgten «The Peps» selbst, die den auf der Briefmarke verewigten Song live spielten und dem Anlass eine sehr nahbare und persönliche Note verliehen. Was zunächst wie eine technische Besonderheit wirkte, entfaltete im Moment des Abspielens eine überraschend emotionale Wirkung.

Regierungschefin-Stellvertreterin Sabine Monauni würdigte das Projekt als gelungenes Beispiel dafür, wie Tradition und Innovation miteinander verbunden werden können. «Oft entstehen die eindrücklichsten Momente, wenn das Beste aus zwei Welten zusammentrifft, wenn sich Alt und Neu, Tradition und Moderne begegnen und daraus etwas Neues entsteht. Genau einen solchen Moment dürfen wir heute erleben», sagte Sabine Monauni.
Wenn eine Briefmarke auf eine Schallplatte trifft, entstehe etwas Besonderes. Für sie schlägt die Philatelie Liechtenstein damit ein neues Kapitel auf: Sie bewahrt ihre Rolle als kulturelle Botschafterin des Landes und erweitert diese gleichzeitig um eine innovative, sinnliche Dimension.
«Einen ähnlichen Ansatz verfolgt seit mehreren Jahren auch die Pepi-Frommelt-Stiftung. Ihr Ziel ist es, Werke traditioneller liechtensteinischer Volksmusik aus dem Nachlass von Pepi Frommelt auf zeitgemässe Weise zugänglich zu machen – einerseits in einer Online-Datenbank, andererseits durch moderne Neuinterpretationen. Die Briefmarke ist dafür ein besonders schönes Beispiel: Sie verbindet kulturelle Verwurzelung mit kreativem Ausdruck, Vergangenheit mit Gegenwart und analoge Sammeltradition mit digitalem Erlebnis. Damit wird sie zu weit mehr als einem philatelistischen Objekt. Sie wird zu einer klingenden Visitenkarte Liechtensteins, zu einem Stück Identität, das man nicht nur sehen, sondern auch hören kann», so Sabine Monauni.
Die Regierungschefin-Stellvertreterin bedankte sich bei allen Beteiligten und zeigte sich überzeugt, dass diese klingende Briefmarke viele Menschen im Land und darüber hinaus begeistern wird.

Auch Christine Böhmwalder, Leiterin der Philatelie Liechtenstein, betonte den besonderen Charakter des Projekts: «Die Briefmarke wird zum Erlebnis – sie verbindet Musik, Kulturgeschichte und Innovation. Mit diesem Projekt zeigen wir, wie kulturelles Erbe auf neue Weise erlebbar gemacht werden kann.»

Die Briefmarkenschallplatte ist in limitierter Auflage erschienen und seit dem 1. Juni bei der Philatelie Liechtenstein erhältlich. Zusätzlich kann das Lied «S’isch egal» online in voller Länge hier angehört werden: «S’isch egal»

 

Text und Fotos: © exclusiv

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