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Staatsfeiertag im Fürstentum Liechtenstein: Landtagspräsident Manfred Kaufmann über Werte, Wandel und Zusammenhalt

Staatsfeiertag im Fürstentum Liechtenstein: Landtagspräsident Manfred Kaufmann über Werte, Wandel und Zusammenhalt

Landtagspräsident Manfred Kaufmann | Staatsfeiertag 2026 © exclusiv
Landtagspräsident Manfred Kaufmann | Staatsfeiertag 2026 © exclusiv

In seiner Ansprache zum Staatsfeiertag 2026 stellte Landtagspräsident Manfred Kaufmann ein Bild ins Zentrum: die «Flamme unseres Liechtensteins». Sie stehe für Heimat, Verantwortung, Zusammenhalt, Vertrauen und die Bereitschaft, Bewährtes an kommende Generationen weiterzugeben.

Der Staatsfeiertag sei mehr als ein festlicher Anlass. Er biete Gelegenheit, innezuhalten, dankbar auf das Erreichte zu blicken und zugleich mit Zuversicht nach vorne zu schauen.

Was Liechtenstein zusammenhält

Der Landtagspräsident erinnerte daran, dass Sicherheit und Stabilität zu den grossen Stärken des Landes gehören. Gerade angesichts der Unsicherheiten in der Welt sei es wertvoll, in einem Land mit sicheren Verhältnissen und stabilen staatlichen Strukturen leben zu können.

Gleichzeitig betonte er, dass unterschiedliche Meinungen zu einer lebendigen Demokratie gehören. Entscheidend sei, einander mit Respekt zu begegnen und andere Sichtweisen zu achten. Auch die Begriffe «konservativ» und «traditionell» ordnete er in diesen Zusammenhang ein. Bewahren und Weitergeben bedeuteten nicht, zurückzublicken, sondern Werte für die Zukunft zu erhalten.

Text und Fotos: Staatsfeiertag 2026 © exclusiv 

Herausforderungen, die Liechtenstein beschäftigen

Die Welt verändere sich mit grosser Geschwindigkeit. Auch Liechtenstein stehe vor wichtigen Aufgaben.

Er nannte unter anderem die steigenden Lebenshaltungskosten, die langfristige Sicherung der AHV und die Verkehrsinfrastruktur. Auch Bildung und der technologische Wandel gehörten zu den zentralen Zukunftsthemen. Künstliche Intelligenz werde Alltag und Arbeitswelt verändern. Entscheidend sei, ihre Chancen zu nutzen und gleichzeitig verantwortungsvoll mit ihr umzugehen.

Als weitere Herausforderung bezeichnete er die Cybersicherheit. Der jüngste Cyberangriff auf das Verzeichnis der wirtschaftlich berechtigten Personen habe gezeigt, wie wichtig die Cybersicherheit für den modernen und international vernetzten Wirtschafts- und Finanzplatz Liechtenstein sei.

Auch die Initiative zur Fristenlösung sprach der Landtagspräsident an. Gerade bei einem Thema, das unterschiedliche persönliche und gesellschaftliche Sichtweisen berühre, sei es wichtig, respektvoll miteinander umzugehen – sowohl im Landtag als auch bei einer allfälligen Volksabstimmung.

Staatsfeiertag 2026 © exclusiv
Staatsfeiertag 2026 © exclusiv

Gemeinsam Lösungen finden

Über allen Herausforderungen stehe ein gemeinsames Ziel: wirtschaftlich erfolgreich zu bleiben, den Zusammenhalt zu bewahren und Liechtenstein auch für kommende Generationen lebenswert zu erhalten.

Als kleiner Staat mit kurzen Wegen habe Liechtenstein die Möglichkeit, rasch und pragmatisch zu handeln. Dabei brauche es Augenmass und die Bereitschaft, dort, wo immer möglich, gemeinsam nach unkomplizierten und praktikablen Lösungen zu suchen. Zuversichtlich stimmt ihn vor allem der Blick auf die Menschen im Land. «Ich begegne in unserem Land täglich Menschen, die Verantwortung übernehmen – oft still und selbstverständlich. Genau diese Menschen geben mir Zuversicht.» Die Grösse eines Landes, so seine Botschaft, messe sich nicht an seiner Fläche, sondern an den Werten, die seine Menschen leben.

Die Flamme weitertragen

Zum Schluss griff Landtagspräsident Manfred Kaufmann sein Bild der Flamme nochmals auf. Es gehe nicht nur darum, Traditionen zu bewahren, sondern vor allem jene Werte weiterzugeben, die Liechtenstein stark gemacht haben.

Seinen Dank richtete er deshalb an all jene, die sich Tag für Tag für das Gemeinwohl einsetzen, in Familien und Unternehmen, im Bildungs- und Gesundheitswesen, in Vereinen, im Ehrenamt, im Bevölkerungsschutz und überall dort, wo oft im Stillen Grosses geleistet wird.

Ein Satz des von ihm persönlich verehrten heiligen Antonius brachte für ihn den Gedanken auf den Punkt: «Die Worte sollen lehren – die Taten sollen sprechen.»

Mit diesem Gedanken verband er seinen Wunsch, dass die «Flamme unseres Liechtensteins» auch für kommende Generationen weiterleuchtet, als Zeichen der Heimat, des Zusammenhalts und der Zuversicht.

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