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Qualitätsjournalismus als Demokratie-Fundament: Live-Debatte in Triesen setzt Impulse für Liechtensteins Medienzukunft

Qualitätsjournalismus als Demokratie-Fundament: Live-Debatte in Triesen setzt Impulse für Liechtensteins Medienzukunft

(v.l.) Andreas Krättli (podcasthus.li), Medienminister Hubert Büchel, Henriette Engbersen (SRG), Markus Klement (ORF Vorarlberg)
(v.l.) Andreas Krättli (podcasthus.li), Medienminister Hubert Büchel, Henriette Engbersen (SRG), Markus Klement (ORF Vorarlberg)

Triesen, 13. Mai 2026 – Wie gut informiert ist Liechtenstein – und wie steht es um die Zukunft des Qualitätsjournalismus im Land? Diese Frage stand im Zentrum einer Live-Debatte im Gemeindesaal Triesen, zu der podcasthus.li Vertreterinnen und Vertreter aus Medien, Politik und Kommunikation eingeladen hatte. Dabei wurde deutlich: Unabhängige Information ist weit mehr als ein Medienprodukt – sie bleibt eine zentrale Voraussetzung für das Funktionieren der Demokratie.
 
Andreas Krättli der den Abend als Organisator konzipiert hatte und als Moderator leitete, eröffnete mit einem klaren Ziel: «Wir müssen weg von destruktiven Debatten und wieder stärker darüber sprechen, wie wir die Zukunft unseres Landes gemeinsam gestalten wollen.» Es war die erste Produktion dieser Art im Gemeindesaal Triesen, die den direkten Dialog zwischen Politik, Medienhäusern und Bürgern suchte.
 
Medienminister Hubert Büchel betonte die staatspolitische Pflicht: «Journalismus ist die Zentralbank der Information. Wir müssen die Rahmenbedingungen so setzen, dass Qualität gedeihen kann.» Flankiert wurde er von Henriette Engbersen (SRG), die den Wert des öffentlichen Rundfunks als «gesellschaftlichen Klebstoff» hervorhob, und ORF-Landesdirektor Markus Klement der den Mut zu grenzüberschreitenden Kooperationen einforderte.
 

In der anschliessenden Diskussion wurden unterschiedliche Perspektiven auf die Medienlandschaft Liechtensteins sichtbar. Gerald Hosp (Zukunft.li) sprach die Frage der Medienförderung und deren politische Nähe an, während Johannes Kaiser (Lie:Zeit) mehr journalistischen Wettbewerb und Mut zu unbequemen Fragen forderte. Marion Flatz-Mäser von der Medienkommission unterstrich die Bedeutung verbindlicher journalistischer Standards. Carmen Dahl (LPC) hob die grenzüberschreitende Vernetzung hervor, Thomas Mandel («Der Stammtisch») plädierte für mehr Nähe zu den Menschen, und Rita Feger (Lie24) bezeichnete Glaubwürdigkeit als entscheidenden Faktor für die Zukunft der Medien. Silvia Abderhalden (exclusiv.li) erinnerte an die Bedeutung der Bildsprache für die Zeitgeschichte, während Gregor Meier (Landesspiegel) eine Rückkehr zu Einordnung und Analyse statt reiner Schlagzeilen forderte.
 
Der Abend in Triesen zeigte, dass die Diskussion über die Zukunft der Medien in Liechtenstein längst nicht abgeschlossen ist. Trotz unterschiedlicher Perspektiven wurde eines deutlich: Qualitätsjournalismus bleibt eine zentrale Voraussetzung für eine informierte und funktionierende Gesellschaft.

Der vollständige Videopodcast dieser Produktion wird in Kürze auf podcasthus.li sowie auf allen gängigen Plattformen veröffentlicht.

Dieser Anlass wurde von podcasthus.li in Kooperation mit dem LPC – Internationaler Liechtensteiner Presseclub sowie in Zusammenarbeit mit der Medienkommission organisiert.

Text: © Nach Angaben von Andreas Krättli, Geschäftsführer podcasthus.li und Vorstandsmitglied LPC | Fotos: exclusiv.li
 

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