In der anschliessenden Diskussion wurden unterschiedliche Perspektiven auf die Medienlandschaft Liechtensteins sichtbar. Gerald Hosp (Zukunft.li) sprach die Frage der Medienförderung und deren politische Nähe an, während Johannes Kaiser (Lie:Zeit) mehr journalistischen Wettbewerb und Mut zu unbequemen Fragen forderte. Marion Flatz-Mäser von der Medienkommission unterstrich die Bedeutung verbindlicher journalistischer Standards. Carmen Dahl (LPC) hob die grenzüberschreitende Vernetzung hervor, Thomas Mandel («Der Stammtisch») plädierte für mehr Nähe zu den Menschen, und Rita Feger (Lie24) bezeichnete Glaubwürdigkeit als entscheidenden Faktor für die Zukunft der Medien. Silvia Abderhalden (exclusiv.li) erinnerte an die Bedeutung der Bildsprache für die Zeitgeschichte, während Gregor Meier (Landesspiegel) eine Rückkehr zu Einordnung und Analyse statt reiner Schlagzeilen forderte.
Der Abend in Triesen zeigte, dass die Diskussion über die Zukunft der Medien in Liechtenstein längst nicht abgeschlossen ist. Trotz unterschiedlicher Perspektiven wurde eines deutlich: Qualitätsjournalismus bleibt eine zentrale Voraussetzung für eine informierte und funktionierende Gesellschaft.
Der vollständige Videopodcast dieser Produktion wird in Kürze auf podcasthus.li sowie auf allen gängigen Plattformen veröffentlicht.
Dieser Anlass wurde von podcasthus.li in Kooperation mit dem LPC – Internationaler Liechtensteiner Presseclub sowie in Zusammenarbeit mit der Medienkommission organisiert.
Text: © Nach Angaben von Andreas Krättli, Geschäftsführer podcasthus.li und Vorstandsmitglied LPC | Fotos: exclusiv.li