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Körper – Raum – Volumen: Dreidimensionale Positionen aus der Fördersammlung der Kulturstiftung Liechtenstein

Körper – Raum – Volumen: Dreidimensionale Positionen aus der Fördersammlung der Kulturstiftung Liechtenstein

Die anwesenden Künstlerinnen und Künstler bei der Vernissage am 27. Januar 2026
Die anwesenden Künstlerinnen und Künstler bei der Vernissage am 27. Januar 2026

Die Ausstellung Körper – Raum – Volumen, die bis 8. März 2026 im Kunstraum Engländerbau zu sehen ist, gibt einen umfassenden Einblick in das dreidimensionale Kunstschaffen Liechtensteins. Rund 70 ausgewählte Werke aus der Fördersammlung der Kulturstiftung Liechtenstein zeigen die Vielfalt, Kreativität und den Ideenreichtum der liechtensteinischen Kunstszene.

Unter der kuratorischen Leitung von Doris Bühler und Elmar Gangl rücken die Bildhauerei und Skulptur in den Mittelpunkt. Ergänzt werden die Exponate durch Arbeiten aus den Bereichen Zeichnung, Druckgrafik, Collage, Installation, Film, Fotografie und Tapisserie, wodurch das breite Spektrum der Sammlung sichtbar wird.

Manfred Näscher, Leiter des Kunstraum Engländerbau, bedankte sich bei allen Verantwortlichen, die zum Gelingen der Ausstellung Körper – Raum – Volumen beigetragen haben – nicht zuletzt bei den zahlreichen Gästen, die seiner Begrüssungsrede anlässlich der Vernissage vom 27. Januar folgten.

«Kunst braucht Publikum, braucht Unterstützung, braucht Sichtbarkeit, Aufmerksamkeit und Diskurs», betonte Manfred Näscher. Zudem empfahl er das breite Begleitprogramm der Ausstellung, das bereits am Sonntag, 8. Februar 2026, mit dem «Tag der offenen Ateliers» einen weiteren Höhepunkt setzt.

In seinen Grussworten sprach Hansjörg Büchel, Präsident der Kulturstiftung Liechtenstein, über die Freude des Teilens, den Austausch und die Kommunikation – ganz nach dem Motto: «Geteilte Freude ist doppelte Freude». Genau so erlebe es auch die Kulturstiftung Liechtenstein mit ihrer Sammlung, weshalb die Freude über das grosse Interesse besonders gross sei.
Die Fördersammlung der Kulturstiftung Liechtenstein zur Dokumentation und Repräsentation des zeitgenössischen liechtensteinischen Kunstschaffens umfasst rund 1’000 Objekte der bildenden Kunst. Seit über 60 Jahren ist die Sammlung aktiv, seit 2008 liegt die Verantwortung bei der Kulturstiftung Liechtenstein. Mit ihren Förderinstrumenten trägt sie dazu bei, diese Lebendigkeit zu erhalten und weiterzuentwickeln – und daraus erwachsen wertvolle Impulse für die gesamte Gesellschaft. Die Kulturstiftung setzt sich mit ideellen und finanziellen Mitteln dafür ein, dass der hohe Stellenwert kulturellen Schaffens und kultureller Werte Anerkennung findet und nachhaltig gestärkt wird.
Hansjörg Büchel betonte zudem, wie wichtig es der Kulturstiftung sei, mit Ausstellungen wenigstens einen Teil der Sammlung öffentlich zugänglich zu machen und den Austausch zu fördern. Nach zwei erfolgreichen Präsentationen der Fördersammlung sei es ihm eine grosse Freude, nun die dritte Ausstellung Körper – Raum – Volumen eröffnen zu dürfen. Er wünschte der Ausstellung viel Erfolg und allen Anwesenden einen schönen Abend.

Doris Büchel und Elmar Gangl
Doris Büchel und Elmar Gangl

In einem moderierten Austausch sprachen die Kurator:innen Doris Büchel und Elmar Gangl über die Wahl des Ausstellungstitels, der bewusst das breite Spektrum der Sammlung widerspiegelt. Ziel sei es, den Besucherinnen und Besuchern einen Einblick in das dreidimensionale Kunstschaffen Liechtensteins zu geben. Ideenreichtum, Schaffenskraft, Vielseitigkeit sowie der Einsatz unterschiedlichster Materialien werden in der Ausstellung sichtbar.

Elmar Gangl betonte: «Die ausgewählten Werke sind Zeugnisse einer lebendigen, sich am Puls der Zeit bewegenden Kunstszene Liechtensteins. Die Fördersammlung der Kulturstiftung Liechtenstein ist damit eine wichtige Zeitzeugin, die es zu erweitern und zu pflegen gilt.»
Doris Büchel sprach über die Bedeutung von Musse und Zeit, die es braucht, um Gedanken zu entwickeln, Skizzen zu entwerfen oder ein Werk entstehen zu lassen. Die Bildhauerei bilde damit einen bewussten Gegenpol zur Schnelllebigkeit unserer Gesellschaft. Kreativität brauche Zeit und Freiräume. Sie stellte die Frage, welchem Zweck ein Werk letztlich diene: der Selbstverwirklichung der Kunstschaffenden – oder auch der Bereicherung der Menschen, indem es neue Gedanken und Gefühle anstösst.
Elmar Gangl ergänzte: «Skulpturen in unterschiedlichster Form und Grösse werden Teil unseres Lebensraums.» Die Überlegungen der Kurator:innen reichten weit über die Werke und die Ausstellungsgestaltung hinaus: Auch die Kunstschaffenden selbst sowie Leihnehmer:innen sollten zu Wort kommen. Neu ermöglichen QR-Codes in der Ausstellung den Zugang zu kurzen Filmen mit Hintergrundinformationen, Interviews mit Kunstschaffenden und Einblicken, wie Regierungsmitglieder oder Mitarbeitende der Landesverwaltung im Alltag von Kunstwerken begleitet werden.
Ein besonderer Moment der Vernissage war die aktive Einbindung von Doris Büchel in die Installation «Serving» der Künstlerin Martina Morger. Die interaktive Arbeit kann wachsen und weiterentwickelt werden. Mit dem Hinzufügen eines weiteren Tabletts erklärte Doris Büchel die Ausstellung feierlich für eröffnet.

Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie unter www.kunstraum.li.
Das Begleitprogramm ist im Anschluss an die Bildimpressionen der Vernissage zu finden.

Körper – Raum – Volumen: Eindrücke von der Vernissage

Das Begleitprogramm zur Ausstellung Körper – Raum – Volumen

So 08.02.2026
13 Uhr
Tag der offenen Ateliers
Aus der Fördersammlung der Kulturstiftung Liechtenstein:
Körper – Raum – Volumen
In der Ausstellung vertretene Kunstschaffende laden zu Atelierbesuchen ein

Di 10.02.2026
19 Uhr
Ausstellungsrundgang
Aus der Fördersammlung der Kulturstiftung Liechtenstein:
Körper – Raum – Volumen
Mit Doris Bühler und Elmar Gangl In Kooperation mit der Liechtensteinischen Kunstgesellschaft
    
Di 17.02.2026
19 Uhr
Diskussionsrunde
Aus der Fördersammlung der Kulturstiftung Liechtenstein:
Körper – Raum – Volumen
Mit Künstlerinnen und Künstlern aus der Ausstellung zum Thema «Körper – Raum – Volumen»
 Mit Katharina Bierreth-Hartungen, Marco Eberle und Eckhard Wollwage
Moderation: Elmar Gangl
    
Di 24.02.2026
19 Uhr
Vorführung Kurzfilme
Aus der Fördersammlung der Kulturstiftung Liechtenstein:
Körper – Raum – Volumen
Zur Fördersammlung der Kulturstiftung Liechtenstein Interviews mit Künstlerinnen und Künstlern, Leihnehmerinnen und Leihnehmern sowie den Kuratierenden der Ausstellung
    
So 08.03.2026
15 Uhr
Finissage
Aus der Fördersammlung der Kulturstiftung Liechtenstein:
Körper – Raum – Volumen
Mit Künstlerinnen und Künstlern, Kuratorin und Kurator der Ausstellung
  

Mit Werken von: FauZie As'Ad, Myriam Bargetze, Evelyne Bermann, Katharina Bierreth-Hartungen, Martha Büchel-Hilti, Barbara Bühler, Doris Bühler, Damiano Curschellas, Jens Dittmar, René Düsel, Marco Eberle, Beate Frommelt und Carla Hohmeister, Barbara Geyer, Lilian Hasler, Hanspeter Leibold, Georg Malin, Hugo Marxer, Martina Morger, Manfred Naescher, Martin Negele, Heinz P. Nitzsche, Peter Nutt, Roland Korner, Anikó Risch, Hanna Roeckle, Walti Roth, Angelika Steiger, Martin Walch, Helga Wiedmann, Eckhard Wollwage, Sunhild Wollwage, Carol Wyss 

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