Prof. Dr. Alexandra Butterstein, LL.M., Studiengangsleiterin des Executive Master of Laws (LL.M.) für Gesellschafts-, Stiftungs- und Trustrecht und Dekanin der Liechtenstein Business Law School, betonte: «Es ist uns eine grosse Freude, dass wir den I&F Family Wealth Preservation Award auch in diesem LL.M.-Durchgang in enger Zusammenarbeit mit dem liechtensteinischen Treuhandunternehmen Industrie- und Finanzkontor Ets. durchführen konnten. Dieser Award bietet den Teilnehmenden des Executive Master of Laws (LL.M.) im Gesellschafts-, Stiftungs- und Trustrecht eine wertvolle Gelegenheit, ihr Wissen in der Gestaltung anspruchsvoller Vermögensstrukturen unter Beweis zu stellen und dabei fundierte, praxisorientierte Kompetenzen zu entwickeln. Dabei gilt es nicht nur, die rechtlichen und praktischen Anforderungen im Blick zu haben, sondern auch die vielfältigen Dimensionen der Family Governance einzubeziehen. Wir freuen uns sehr, dass wieder zahlreiche Arbeiten der Studierenden eingegeben wurden.»
Prof. Dr. Alexandra Butterstein unterstrich zudem ihren grossen Respekt für die Studierenden, die den Award parallel zu weiteren anspruchsvollen Studienmodulen und ihren Abschlussarbeiten meistern.
S.D. Prinz Michael von und zu Liechtenstein eröffnete die sechste Ausgabe des I&F Family Wealth Preservation Awards und dankte allen Beteiligten, die zur Realisierung dieses Awards an der Universität Liechtenstein beitragen.
«Vermögen», betonte er, «ist – wie das Wort sagt – etwas, das man bewerten kann. Familienunternehmen bilden das Rückgrat der europäischen Wirtschaft, weshalb die Generationennachfolge eine zentrale Rolle spielt. Die wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen werden zunehmend komplexer, weshalb es ein tiefes Verständnis braucht, um Wirtschaft, Unternehmen, Vermögen, Familie und das gesamte Umfeld zusammenzuführen.»
«Entscheidend ist, die richtigen Instrumente zu wählen, um Familienvermögen langfristig und generationenübergreifend zu sichern. Familie ist der Kernbestandteil einer funktionierenden Gesellschaft, und ohne Eigentumsrechte und Privatvermögen gibt es keine gesunde Wirtschaft. Mit dem I&F Family Wealth Preservation Award möchten wir dieses Verständnis schärfen.»
Mag. rer. soc. oec. Anton Rüf, CFO und Mitglied der Geschäftsleitung sowie Direktor der I&F, stellte die Case Study vor, mit der die Studierenden konfrontiert waren. Die aktuelle Fallstudie behandelte ein Ehepaar, das ein Familienunternehmen in Norddeutschland in dritter Generation führt. Für das Ehepaar ist es besonders wichtig, dass das Unternehmen über die kommenden Generationen hinweg weitergeführt und zusammengehalten wird, stets im Einklang mit den Entwicklungen der Zeit. Sie sehen dies als Verantwortung gegenüber den Vorgängergenerationen, die das Unternehmen aufgebaut haben, und suchen nach einer Lösung, bei der die Entscheidungsgewalt über das Familienunternehmen vollständig in der Familie bleibt. Gleichzeitig sollen Kinder und Enkelkinder sich frei entfalten können, ohne steuerliche Nachteile bei einem Umzug befürchten zu müssen. Bei Interesse sollen die Enkelkinder künftig die Möglichkeit haben, im Unternehmen mitzuwirken.