Begrüssung und Einführung an der Vernissage
Christian Öhri, Gemeindevorsteher, eröffnete die Vernissage und hob die Allgegenwärtigkeit der Hände hervor: «Wir greifen zum Handy, wir arbeiten, wir kochen, wir tippen, wir gestikulieren, und manchmal ringen wir auch mit den Händen oder legen sie in den Schoss, je nach Situation. Die Ausstellung thematisiert die Hand in allen Facetten – als Werkzeug, künstlerisches Ausdrucksmittel, politisches Zeichen, Symbol der Hoffnung oder Kommunikationsmittel, etwa in der Gebärdensprache. An der Vernissage und in der Ausstellung «HANDFest» stehen sie im Mittelpunkt, unsere Hände. Das Thema passt wunderbar zu diesem Haus. Über fast drei Jahrhunderte waren es hier die Hände, die das Leben gesichert haben – im Handwerk, in der Landwirtschaft, im Alltag.»
Die Idee zur Ausstellung entstand durch das Engagement von Dr. Nadja Tomoun, der Saftec-Solution AG, Dr. Johannes Inama, Leiter des Küefer-Martis-Huus, Turgay Tüzün, Gründer der Saftec-Solution, Jürgen Hasler, Gemeinderat, Tatjana Büchel, Gemeindesekretärin, sowie vielen weiteren Beteiligten.
Dank und Würdigung
Dr. Johannes Inama begrüsste alle Künstlerinnen und Künstler und dankte insbesondere Dr. Nadja Tomoun für ihre engagierte und kompetente Kuratierung. Er betonte die Vielschichtigkeit des Themas: «Unsere Hände sind nicht nur für die Arbeit wichtig, sondern auch für unser Zusammenleben und die sozialen Aspekte unseres Menschseins.» Viele Begrüssungsrituale und künstlerische Arbeiten greifen diesen Aspekt auf, und einzelne Themen werden auch im Begleitprogramm vertieft.
Ein besonderer Höhepunkt ist die Video-Installation von Anett Höland, Martina Morger und Lukas Zerbst, die die kommunikative Funktion der Hand in den Fokus stellt. Die Arbeit basiert auf einer Idee des Medientheoretikers Vilém Flusser: Bewegungen der Hände werden gezeigt und erläutert. Das Projekt entstand in Zusammenarbeit mit dem Gehörlosen-Kulturverein Liechtenstein, der sich für Sichtbarkeit und barrierefreie Bildung einsetzt. Dr. Inama bedankte sich bei der Gebärdensprachdolmetscherin Jill Vogt, welche die Vernissage-Reden übersetzte. Am Sonntag, 26. April, findet im Rahmen des Begleitprogramms eine Veranstaltung unter dem Titel «Gebärdensprache als Muttersprache – Ein Tag über Hände und ihre Geschichten» statt, bei der unter anderem der Dokumentarfilm «Die Zeit läuft für uns» von Stanko Pavlica gezeigt wird.