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Fortsetzung von Seite 13

Federer gerne fragen, was er während eines Matches denkt. Wahrscheinlich würde er es mir nicht erzählen, vielleicht weiss er es auch gar nicht. Aber mich würde es brutal interessieren, wie er es schafft, sich aus sportlich schwierigen Situationen zurück zu kämpfen, er ist mental extrem stark. Darüber würde ich gerne mit ihm diskutieren.

Liechtenstein bedeutet für Sie?
Liechtenstein bedeutet für mich Heimat, ich bin hier aufgewachsen, habe hier skifahren gelernt und komme immer gern hierher zurück. Ich habe kein Heimweh, weil ich extrem gern reise. Es ist eher so, dass wenn ich zu lange an einem Ort bin, dass ich Fernweh bekomme, aber in Liechtenstein fühle ich mich daheim.

Frauen im Skisport, was hat sich seit Ihrer Jugend verändert?
Wir sind heute viel gleichgestellter, der Sport hat sich extrem entwickelt, ist professioneller geworden, ich denke auch femininer. Bestimmt hat hier u.a. auch Lindsey Vonn in den letzten Jahren neuen Schwung reingebracht. Wir haben bei uns im Sport eine gute Relevanz. Ich persönlich habe Mühe mit der Frauenquote, weil viele Frauen so viele Dinge sehr gut machen. Ich sehe das als Problem, wenn Frauen eine Führungsposition erhalten wegen der Quote anstelle der Leistung. Schauen wir uns nur die Ergebnisse der Schulen und Universitäten an, Frauen bringen sehr gute Leistungen. Die Frauen- quote ist für mich deshalb eher der falsche Weg.

Sie wurden nach der WM in Schaan mit einem Fest empfangen, eine besondere Rückkehr?
Es war voll schön! Es war mein erster Empfang und ich habe das erste Mal so richtig die Euphorie gespürt. Die Liechtensteiner sind ja eher zurückhaltend, was ich als mega angenehm empfinde. Ich habe den grossen Rummel nicht so gern, ich geniesse die Privatsphäre. Aber   dieser Empfang nach der WM war wirklich einfach nur schön und wunderbar! Nochmals vielen herzlichen Dank an alle Verantwortlichen und alle die dabei waren!
Ohne die Unterstützung meiner Familie und des gesamten Teams, die mir jeden Tag aufs Neue beistehen, wäre ich heute nicht da wo ich bin. Eine so erfolgreiche Saison wie die diesjährige passiert nicht einfach so, sondern ist das Ergebnis von viel Arbeit des gesamten Umfelds um mich herum. Dazu gehört selbstverständlich an erster Stelle meine Familie, ohne die das alles nicht möglich wäre.

Wir vom Team exclusiv wünschen Tina Weirather alles Gute für die kommende Saison und bedanken uns für das Fotoshooting und das Interview.

Tina Weirather und ihr neuer Trainer Charly Pichler

 alle fotos + text: © exclusiv


 
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