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400 Kunstwerke unter freiem Himmel

7. Schweizerische Triennale der Skulptur
in Bad Ragaz und Vaduz

In Windeseile sind sie vorbeigeflogen: Die drei Jahre seit die letzte internationale Triennale der Skulptur Bad Ragaz und die ganze Schweiz mit tiefsinnigen und verspielten Kunstwerken in den Bann gezogen hat. Davon, dass die Organisatoren der Bad RagARTz, Esther und Rolf Hohmeister und ihr Team während dieser Zeit keineswegs untätig w aren, zeugten die zahlreichen Schwertransporte und Kranwagen, die in den letzten Wochen und Tagen nahezu täglich neue und faszinierende künstlerische Überraschungen vor den Augen interessierter Kunstfreunde und Spaziergänger abgeladen und installiert haben.Rund 2'000 Bewerbungen wurden im Vorfeld geprüft und unzählige Tischgespräche mit zahlreichen Künstlern wurden geführt bis die Werke von 77 Künstlern ausgewählt werden konnten, die nun in den Gassen und Parks von Bad Ragaz, im Liechtensteinischen Städtle Vaduz und im alten Bad Pfäfers die Herzen und die Augen von Jung und Alt erfreuen.

Von gelben Schnecken, tonnenschweren Bojen und goldenen Räumen
So gilt es denn nun innezuhalten und es den vielen grossen und kleinen Schnecken gleichzutun, welche ganz Bad Ragaz seit einigen Wochen bevölkern: Es ist Zeit, sich die Zeit für die Kunst zu nehmen und genussvoll zwischen den scheinbar unzähligen Skulpturen umherzuschlendern. Und zu entdecken gibt es so einiges: So rückt beispielsweise der markante Leuchtturm auf dem Guschakopf Bad Ragaz einmal mehr symbolisch ins Zentrum Europas, während eine mächtige eiserne Hochseeboje die Gedanken in die Ferne schweifen lässt. Über den Philosophenplatz vor dem Grand Resort wiederum wachen die drei mächtigen Musen des Klosterser Künstlers Christian Bolt über die Kunst und ihre Besucher während im Giessenpark das Duo Maboart die Spaziergänger über einen langen roten Laufsteg in einen geheimnisvollen goldenen Raum zu locken versuchen. Rund um die Welt und zugleich mitten ins Erdinnere führt die jäh gegen den blauen Himmel aufschiessende Steinstele «Axis Mundi» der Deutschen Künstlerin Anna Maria Kubach-Wilmsen, welche die Landschaft neben der evangelischen Kirche prägt. Mehr aber sei hier noch nicht verraten. Vielmehr lohnt es sich, sich selbst auf den Weg zu machen, um zu entdecken, zu erleben und zu ertasten.

Kompetente Führungen und spannende Workshops für die Kleinen
Wer die Kunst hautnah und dennoch unter kundiger Führung erleben möchte, dem stehen zahlreiche kompetente, unter- haltsame und sogar romantische Führungen bei Sonnenschein und Vollmondlicht offen. Und damit auch unsere Kleinsten ein erstes Mal spielerisch und zugleich lehrreich auf Tuchfühlung mit der internationalen Kunstwelt gehen können, finden in diesem Sommer wieder spannende und unterhaltsame Kinder-Workshops statt.

Und natürlich wäre die Bad RagARTz nicht die Bad RagARTz wenn nicht auch in diesem Jahr besondere Highlights anstehen würden: So wird am 18. August im Rahmen der Dorf Art, bei der sich Einwohner und Künstler zu einem gemeinsamen Fest treffen, um 17 Uhr der erste Schweizer Skulpturenpreis verliehen und im Anschluss kommt nach langer Zeit erstmals wieder die Bad Ragazer Cantate zur Aufführung.

Esther und Rolf Hohmeister
fotos: © exclusiv / text: © andrin schütz