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Die Rebe ist ein Sonnenkind,
sie liebt den Berg
und hasst den Wind

Das Rheintal weist hohe Durchschnittstemperaturen auf; es ist ein Hauptweg des Föhns, der zuweilen als ungebärdiger, gefährlicher Sturm selbst Trauben von den Stöcken reisst, im allgemeinen aber doch als Wohltäter auftritt. Er wärmt und trocknet, konzentriert den Traubensaft, den Zucker und die anderen Stoffe, die dem Wein den Charakter dieser Gegend geben.

Die Rebfläche der Schweiz ist mit ca. 12’600 Hektaren verhältnismässig klein im Vergleich mit den Nachbarländern. Allerdings wachsen die Weine in einer ausserordentlichen Vielfalt an Quali-tät und Charaktereigenschaften.

Die Reben gedeihen an den klimatisch bevorzugten Sonnenhängen längs der Seen und Flusstäler. In der Schweiz unterscheiden wir drei typische Weinbaugebiete. Westschweiz, Südschweiz und die Ostschweiz. An das St. Galler Rheintal schliesst sich von Fläsch bis gegen Chur das Bündner Rheintal an. Auf den nährstoffreichen, kalihaltigen Schieferböden werden Weine angebaut, die einen ausgezeichneten Ruf geniessen und von hoher Qualität sind.

Der liechtensteinische Weinbau geniesst die klimatischen Vorteile des Rheintales. Die liechtensteiner Weine sind zu den Rheintalweinen zu rechnen.

Die Rebberge des Fürstentums bilden das Gegenstück zu den sanktgallischen auf der gegenüberliegenden Seite des Rheins; sie werden gleichermassen vom Föhn umhaucht und geben den in den begünstigten Jahren einen wahrhaft «fürstlichen Tropfen» ab. Die Weine des Fürstentums zeichnen sich durch ihre Harmonie aus und sind bei der Bevölkerung und den Gästen des Landes gleichsam beliebt. Die Reblage Hera-wingert, eine der besten im Rheintal, befindet sich seit 1712 im Besitz der Fürsten von Liechtenstein. Das milde Föhnklima bietet beste Voraussetzungen für den Anbau von «Pinot Noir» und «Chardonnay». Die Weine haben ein warmes, fruchtbetontes Bukett, sind elegant im Gaumen und bestechen mit reifen, zarten Gerbstoffen.

Der Vaduzer Chardonnay ergibt gehaltvolle, ausgeprägte Weine mit exotischer Fruchtnote. Zur Qualitätssicherung werden die Erträge im Herawingert jährlich auf maximal 700g/m2 reduziert.